Wer kennt eigentlich... diese Radroute?

Hauch von Münster: Geburtstagsfahrt über Hammer Fahrrad-Promenade

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Kann Hamm eine Fahrrad-Promenade gebrauchen? Gibt es längst! Und zwar seit 25 Jahren.

Hamm – Seit 1993 ist Hamm Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden in NRW“ – die Stadt gehörte gar zu den Gründern. Als erstes sichtbares Zeichen wurde 1994 die Fahrradpromenade rund um die Innenstadt eröffnet. 3,5 Kilometer ist sie lang und verläuft durch die Ringanlagen.

„Breite Wege, lange Grünzeiten an den Ampeln und die schönsten Ausblicke auf die Stadtsilhouette lassen keinen Radler-Wunsch offen“, heißt es bei der Stadt. 25 Jahre nach der Eröffnung ist der WA die Fahrrad-Promenade noch einmal abgefahren.

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Aus allen Himmelsrichtungen

Wir starten am Nordenwall in Richtung Süden. Der Grünstreifen ist schön breit. Fußgänger und Radfahrer kommen sich nicht in Quere. Es geht vorbei an zahlreichen Kastanien zum Otto-Krafft-Platz, 1922 streng symmetrisch angelegt. Er erinnert an den früheren Stadtbaurat Otto Krafft, der die Ringanlagen 1914 im Bereich der ehemaligen Stadtbefestigung hatte anlegen lassen – auch, um die angrenzenden Stadtviertel mit der Altstadt zu verbinden. So kann man nun mit dem Rad aus allen Himmelsrichtungen die Innenstadt erreichen, verschiedene Punkte anfahren.

Lang ist sie nicht, die Hammer Fahrrad-Promenade – aber schön, auch nach 25 Jahren noch. Das erfuhrt WA-Redakteur Andreas Wartala.

Vom Otto-Kraft-Platz aus geht es weiter durch den Ostring – mit Musikpavillon und dem Spalier aus 240 Linden und 400 Hainbuchen. Sie wurden nach historischem Vorbild angelegt. Der Musikpavillon ist das Herzstück des Ostrings und erstrahlt seit 2011 in neuem Glanz. Die kupferfarbene Dachkuppel wurde anhand alter Bilder detailgetreu nachgebaut. Sie ruht nun auf acht Betonsäulen.

Promenadenfahrt dauert 13 Minuten

Der Weg ist gut ausgeschildert. Er führt über die Südstraße auf der Promenade gen Westen. Rechter Hand liegt das Marienhospital, vor uns das neue Stadtwerke-haus. Davor ist der Rosengarten ein echter Hingucker.

Wir verlassen nun den beschaulichen Bereich der Promenade. An City-Galerie und Allee-Center vorbei führt der Weg Richtung Hafenstraße. An der Ampel wird die breite Straße gequert – das Schild „Fahrrad-Promenade“ weist den Weg. Wir halten uns Richtung Osten, es geht unter der Münsterstraße her in den Nordpark. Von dort erreichen wir bequem unseren Ausgangspunkt.

Schnell, einfach und ohne viele Stopps

13 Minuten hat die Fahrt gedauert: schnell, einfach und ohne viele Stopps. Ähnlich dem Münsteraner Vorbild bietet die Hammer Rad-Promenade die Möglichkeit, mit dem Rad Ziele in der Stadt zu erreichen, ohne verkehrsreiche Straßen queren zu müssen.

Vor 25 Jahren wurden die Ringanlagen für den Fahrradverkehr freigegeben. Damals suchte die Stadt gemeinsam mit dem Westfälischen Anzeiger einen Namen. Aus vielen Einsendungen wurde der Name „Fahrrad-Promenade“ gewählt.

Auch Stephan Berhorst hatte damals diesen Namen vorgeschlagen. Ein Fan der Promenade ist er nach wie vor. „Das hat die Stadt schön gemacht“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Allerdings seien nicht alle Radwege wirklich gut. „Oft haben Wurzeln die Asphaltdecke aufgebrochen. Es dauert zu lange, bis die Stadt reagiert und Abhilfe schafft“, sagt er.

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