Harte Zeiten für Hammer Hochzeitsplanerin

Hochzeitsplanerin Nora Beckschäfer mit ihrem Dienstwagen von „True Love“
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Trotz Pandemie-Problemen zuversichtlich: Hochzeitsplanerin Nora Beckschäfer.

Hamm - Hochzeit und Hamm – die beiden Begriffe harmonieren zurzeit nicht besonders gut. Der Grund dafür liegt auf der Hand: die türkische Hochzeit, die Hamm zum bundesweiten Corona-Hotspot gemacht hat. Entsprechende Bedenken hat Nora Beckschäfer, wenn sie als Hochzeitsplanerin landesweit unterwegs ist.

„True Love Weddings“ prangt unübersehbar auf dem Pkw von Nora Beckschäfer, dazu das HAM-Kennzeichen. Die Hochzeitsplanerin ist damit zurzeit nicht gern unterwegs, zu groß sind ihre Befüchtungen, dass die Angst von Menschen außerhalb der Lippestadt vor dem Virus aus dem Corona-Hotspot Hamm dazu führt, dass sie ihr Auto beschädigen. Passiert sei bisher aber noch nichts dergleichen.

Allerdings hat Beckschäfer aktuell ohnehin deutlich weniger zu tun als üblich: Richtet die 29-Jährige sonst 15 bis 20 Hochzeiten jährlich aus, war es in diesem Jahr erst eine. Und es war natürlich eine außergewöhnliche, denn ursprünglich sei das Fest für eine „Location“ in Niedersachsen geplant gewesen. Doch dort seien Anfang September die Corona-Schutzmaßnahmen derart verschärft worden, dass die Hochzeit nicht mehr hätte stattfinden können. Zum Glück sei es möglich gewesen, im Tecklenburger Land kurzfristig eine neue, geeignete „Location“ zu finden.

Die meisten Hochzeiten sind ins nächste Jahr verschoben

Ihre Branche habe es in Coronazeiten besonders schwer, weil die meisten Hochzeiten ins nächste Jahr verschoben worden seien. Wenn ein Paar es doch wünscht, jetzt das Ja-Wort zu feiern, muss Beckschäfer ein besonderes Augenmerk auf die – von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen – Corona-Schutzmaßnahmen haben, damit die Feier auch nach kurzfristigen Aktualisierungen durchgeführt werden kann.

Dabei werden die Schutzmaßnahmen strikt eingehalten: Die Gästeliste liegt aufgrund der Einladungen ohnehin vor. Für zwei Details hat sich „True Love Weddings“ eine stimmige Lösung einfallen lassen: Alle Gäste erhalten eine Mund-Nase-Maske und ein Fläschchen mit Desinfektions-Gel mit aufgedrucktem Motiv, passend zum Design des Festes.

Um das Design zu entwickeln, nehmen sich Beckschäfer und ihre Kolleginnen ein Jahr und länger Zeit. Ganz wichtig: „Die Chemie muss stimmen zwischen den Paaren und der Planerin“, sagt Beckschäfer. Doch gerade diese Individual-Betreuung ist es, die sie beruflich so reizt.

Style-Shootings und „Bridal Tea Party“

Zuvor war die Hammerin, die ihr Fachabitur auf Schloss Heessen gemacht und eine Ausbildung zur Veranstaltungs-Kauffrau absolviert hat, unter anderem im Frankfurter Steigenberger Airport-Hotel und in der Restaurantleitung bei „Hohoff’s 800 Grad“ in Hamm tätig.

Vor etwa eineinhalb Jahren habe sie sich für die Selbstständigkeit als Hochzeitsplanerin entschieden und sei bald darauf bei „True Love Wedding“ eingestiegen. Die überwiegend hochzeitslose Corona-Zeit überbrückt sie damit, dass sie mit den Paaren, die ihr Fest ins nächste Jahr verschoben haben, sogenannte „Style-Shootings“ absolviert, die zum Motto der Feier passen. Und für den 22. November hat sie in Moers eine „Bridal Tea Party“ geplant, bei der sich in der Art einer Hochzeitsmesse die unterschiedlichsten Dienstleister präsentieren.

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