Klimaaktionsplan

Hamms Waldgebiete wachsen: 2021 soll aufgeforstet werden

Im Schatten des BFW (hinten) wird südlich der Birkenallee Wald aufgeforstet.
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Im Schatten des BFW (hinten) wird südlich der Birkenallee Wald aufgeforstet.

Mit den knapp 23.000 Hektar Fläche ist die Stadt Hamm eine der größten Flächenstädte in NRW. Waldflächen hat die Stadt jedoch verhältnismäßig wenige.

Hamm –Gut zwei Drittel des Stadtgebietes sind als Grün- und Freifläche ausgewiesen – der Waldanteil ist dabei vergleichsweise gering, er beträgt rund 2.300 Hektar. Seit 2003 ist der Anteil der Waldflächen in Hamm zwar von acht auf zehn Prozent gestiegen – im bundesdeutschen Vergleich ist das aber immer noch wenig, da beträgt der Waldanteil bis zu 30 Prozent.

Daher hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, mehr Waldflächen zu errichten – vor allem vor dem Hintergrund des Klimaschutzes. Wälder gelten als Kohlenstoffspeicher und steuern Verdunstung, Wasserkreisläufe und damit das Wetter. „Zusammenhängende Waldflächen funktionieren wie riesige Klimaanlagen. Das zeigt die große Bedeutung von Waldflächen für den Schutz des Klimas“, heißt es in Klimaaktionsplan der Stadt Hamm.

Waldgebiete wachsen: Hamm soll grüner werden

Die Aufforstung auf zwei Flächen mit einer Gesamtgröße von 3,4 Hektar – das sind knapp fünf Fußballfelder – ist der Aufforstungs-Beitrag für dieses Jahr: Knapp 15.000 Bäume und Sträucher sollen gepflanzt werden. „Wir übertreffen damit unsere Zielmarke von drei Hektar neuer Waldfläche pro Jahr deutlich“, betont Oberbürgermeister Marc Herter. Beide Flächen werden bestehenden Wald ergänzen: eine Fläche südlich der Birkenallee im Bereich der Ahseaue (rund 2,3 Hektar) und eine Fläche nördlich der Baumstraße, südlich des Geithewaldes (rund 1,1 Hektar). Diese beiden bisherigen Grünlandflächen sind bereits im vergangenen Herbst pflanzfertig vorbereitet worden. Auf beiden Flächen sind Forstpflanzen durch Mitarbeiter einer Forstbaumschule angepflanzt worden.

„Neue Waldflächen sind ein wesentlicher Faktor in unseren Anstrengungen, als Kommune grüner und umweltfreundlicher zu werden: Wälder stellen enorme Kohlenstoffspeicher dar und bieten den Menschen in Hamm gleichzeitig in den kommenden Jahren attraktive Ausflugs- und Erholungsmöglichkeiten. Deshalb ist bereits jetzt klar: Auch in den kommenden Jahren wollen wir die Waldflächen in Hamm weiter vergrößern“, erklärt Klimaschutz- und Umweltdezernent Volker Burgard.

15.000 neue Bäume für Hamm

Auf der Fläche südlich der Birkenallee werden als Hauptbestandteil des neuen Waldes Stieleichen und Hainbuchen gepflanzt. Darunter gemischt werden Flatterulmen, Schwarzerlen und Elsbeeren. Der Waldrand, am östlichen und westlichen Rand der Fläche, soll sich aus Vogelkirschen, Gemeinem Schneeball, Pfaffenhüttchen und rotem Hartriegel zusammensetzen. Auf der Fläche wachsen künftig rund 9900 Bäume und Sträucher. Die frisch gepflanzten Gewächse werden durch das Auftragen eines biologischen Pflanzenschutzmittels geschützt.

Auf der Fläche nördlich der Baumstraße ist zunächst ein Zaun errichtet worden: Der Zaun soll die jungen Bäume in den kommenden Jahren vor Wildverbiss schützen. Sind die Gehölze groß genug, wird der Zaun wieder abgebaut. Auf dieser Fläche werden im Hauptbestand ebenfalls Stieleichen mit Hainbuchen gesetzt. Ergänzt und gemischt wird der Waldbestand durch Flatterulmen, Winterlinden und Vogelkirschen. Als Waldrand werden im Westen der Fläche Hundsrose, Gemeiner Schneeball und Weißdorn gepflanzt. Insgesamt werden hier im Rahmen der Erstaufforstung etwa 4600 Pflanzen gesetzt. Die Maßnahmen sind mit Wald & Holz NRW als zuständiger Forstbehörde abgestimmt.

Die Stadt Hamm hat sich im Rahmen ihres Klimaaktionsplans zum Ziel gesetzt, die Waldfläche im Stadtgebiet deutlich zu erweitern: um drei Hektar Fläche pro Jahr. In einem ersten Schritt sind in dem Zuge im vergangenen Jahr der neue „Klimawald“ am Pilsholz, eine Fläche an der Forstlandwehr und eine Fläche am Bahnmeisterweg aufgeforstet worden. Auch in den nächsten Jahren sollen weitere Aufforstungen folgen.

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