Katzenklappe bleibt zu

Online-Erhebung: Hammer Vermieter keine Haustier-Freunde

Ob klein oder groß: Hunde sind bei Hammer Vermietern nicht sehr beliebt.
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Ob klein oder groß: Hunde sind bei Hammer Vermietern nicht sehr beliebt.

Süße Hunde, liebe Kätzchen? Glaubt man der Auswertung einer Online-Erhebung, haben Vermieter in Hamm Vierbeiner nicht so gerne.

Hamm – Hunde, Katzen und andere Haustiere sind seit je her beliebt, haben aber besonders in Zeiten von Corona-bedingten Lockdowns, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen einen wahren Boom erlebt. Aber: Wer sich in Hamm einen Vierbeiner zulegen will, hat oft schlechte Karten, wenn es um die Erlaubnis zur Haustierhaltung durch den Vermieter geht. Denn einer Statistik zufolge ist die Lippestadt in dieser Hinsicht nicht besonders tierlieb.

Immowelt-Analyse: Hammer Vermieter wollen keine Haustiere

Gerade einmal bei 6 Prozent der im Immobilienportal „Immowelt“ inserierten Wohnungen in Hamm gibt es den Vermerk, dass Haustiere erlaubt sind. Damit schneidet die Lippestadt in der „Immowelt“-Analyse von 81 deutschen Großstädten im Vergleich auf einem geteilten Platz 50 ab – ranggleich mit den Städten Krefeld, Bottrop, Saarbrücken, Bielefeld, Mülheim und Leverkusen, die ebenfalls auf 6 Prozent kommen.

Wolfsburger Vermieter deutliche tierlieber

Auf Platz eins des Rankings liegt das niedersächsische Wolfsburg. „In der niedersächsischen Großstadt befindet sich in 26 Prozent der Wohnungsanzeigen auf immowelt.de ein Vermerk, dass Haustiere erlaubt seien“, erklärt das Portal in einer Pressemitteilung und nennt Wolfsburg deshalb die „tierfreundlichste Großstadt Deutschlands“. Am schlechtesten mit gerade einmal 2 Prozent Wohnungen mit dem Vermerk „Haustiere erlaubt“ schneidet dagegen Gütersloh ab. Mit 14 Prozent und einem mit Leipzig und Heilbronn geteilten zehnten Platz ist das niederrheinische Moers die bestplatzierte Stadt in NRW in diesem Ranking.

Darf der Vermieter Tiere verbieten?

Nicht grundsätzlich verbieten darf ein Vermieter die Haustierhaltung in einer vermieteten Wohnung. „Kleintiere wie Meerschweinchen oder Wellensittiche sind grundsätzlich erlaubt“, erklärt „Immowelt“ zur rechtlichen Situation. Bei Hunden oder Katzen sei es allerdings etwas komplizierter: „Generell verbieten dürfen Vermieter die Haltung per Klausel im Mietvertrag zwar nicht. Allerdings darf ein Mieter nicht ohne Rücksicht auf andere einen Hund oder eine Katze halten“, heißt es seitens des Immobilienportals. Im Zweifel müsse „also entschieden werden, welche Person das schwerwiegendere Bedürfnis hat: Der Mieter, der Hund oder Katze halten möchte, oder andere Personen, die sich durch das Haustier gestört fühlen könnten.“ 

In den Städten um Hamm herum sieht es ähnlich aus wie in der Lippestadt: Münster kommt auf 8 Prozent, Dortmund auf 3. Was ebenfalls auffällt in der Statistik: Weil die Wohnungen in Baden-Württemberg und dem Osten im deutschlandweiten Vergleich besonders oft Haustiere erlauben, bescheinigt Immowelt den beiden Bundesländern besonders viele Vermieter zu haben, „die ein Herz für Tiere“ haben. Dagegen hätten Haustierbesitzer in Metropolen wie Hamburg oder München zumeist schlechte Karten, lautet das Fazit des Immobilienportals.

Inwiefern die Zahlen allerdings tatsächlich die Frage nach der Erlaubnis zur Tierhaltung in Wohnungen beantworten können, ist unterdessen nicht ganz so eindeutig. Darauf weist allerdings auch das Portal selbst hin. Nicht jeder Vermieter gebe schließlich bei einer freien Wohnung an, ob die Haustierhaltung erlaubt ist. Außerdem dürfe eine Haltung von Haustieren ohnehin nicht grundsätzlich verboten werden.

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