Hammer Sextäter verurteilt: Mädchen aus Werne missbraucht

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Symbolbild

Hamm/Werne/Dortmund - Nach mehrmonatigem Prozess hat das Dortmunder Landgericht einen Sexualstraftäter aus Hamm zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Er hatte ein Mädchen aus Werne missbraucht.

Die 31. Jugendschutzkammer unter Vorsitz von Ulf Pennig blieb damit im Strafmaß neun Monate unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Auch wurde der einschlägig vorbestrafte Hammer nicht, wie beantragt, in die anschließende Sicherungsverwahrung für gemeingefährliche Hangtäter untergebracht.

Der heute 55-jährige gilt als überführt, wiederholt ein zunächst 13-jähriges Mädchen aus Werne missbraucht zu haben. Das Mädchen gilt nach den Feststellungen des Gerichts in ihrer Entwicklung um zwei Jahre reifeverzögert und als "ausgesprochen naiv".

Die Tochter einer früheren Nachbarin des Angeklagten in Werne hatte sich überreden lassen, Nacktfotos und Videos von sich zu machen und an den Angeklagten zu senden. Dieser montierte aus den Sequenzen Dutzende von pornographischen Filmchen. Für ihre Nacktaufnahmen wurde die Jugendliche mit regelmäßigen Geldgeschenken belohnt.

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Auch nach seinem Umzug nach Hamm blieb der Kontakt zu dem Mädchen bestehen. Bei mehreren Gelegenheiten befummelt er das Mädchen, forderte weitere Bilder und übergab kleinere Geldscheine.

Als eine Freundin des Mädchens eine anzügliche Textnachricht entdeckte, informierte diese deren Mutter - es folgte die Strafanzeige.

Im Prozess hatte der Hammer sein Opfer als aufdringliches Mädchen charakterisiert, das sich ihm für sexuelle Erfahrungen massiv angeboten habe. Auch habe die Jugendliche ihm die Nacktfotos unaufgefordert regelrecht aufgedrängt. Diese habe er lediglich als Beweismittel für die Polizei archiviert.

Diese Darstellungen sieht das Gericht als "absurde Schutzbehauptungen" rundum widerlegt. Das Gericht glaubte den Darstellungen der Jugendlichen, die ohne unnötige Belastungstendenzen das Erlebt glaubhaft und überzeugend geschildert habe.

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