Lob und Kritik für Wirtschaftspläne

„Opfern ihre Haltung“: Linke kritisieren Grüne in Hamm hart für Umgang mit B63n

Viel Potenzial: Der Rangierbahnhof kann in der Logistik eine bedeutende Rolle für Hamm spielen - nach Meinung der CDU aber nur im Zusammenspiel mit dem Bau der B63n.
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Viel Potenzial: Der Rangierbahnhof kann in der Logistik eine bedeutende Rolle für Hamm spielen.

Die Hammer Politik reagiert auf die Pläne zur Reaktivierung des Rangierbahnhofs und der Wasserstoffproduktion in Uentrop. Während die Linken vor allem die Grünen wegen der B63n attackieren, lobt die FDP die Planungen.

Hamm – Geteiltes Echo gibt es in der Hammer Politik auf die Pläne einer Entwicklungsagentur für den Rangierbahnhof und eine Wasserstoffallianz, die die Hammer Wirtschaft nach vorne bringen und mehrere Tausend neue Jobs bringen sollen.

„Hamm geht endlich bei Zukunftsthemen voran“, findet der FDP-Fraktionsvorsitzende Ingo Müller. „Als Koalition haben wir uns zum Ziel gesetzt, zu zeigen, dass klimafreundliche Logistik kein Widerspruch in sich ist, sondern dass eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zum Zukunftsmotor für unsere Stadt werden kann.“ Die FDP erhofft sich wie OB Marc Herter durch diese Impulse einen Zuwachs an Arbeitsplätzen.

Rangierbahnhof und Wasserstoffallianz: FDP begrüßt Wirtschaftsprojekte in Hamm

Außerdem sieht die FDP den Ideenaustausch zwischen Wirtschaft und Forschung in Hamm gestärkt. „Mit dem Institut für Sektorenkopplung der HSHL entsteht eine weitere Schnittstelle zwischen Unternehmen und Hochschule. Auch das haben wir als FDP lange gefordert“, so Müller.

Die Linke kritisiert vor allem die starke Verankerung der B63n in den Plänen für den Rangierbahnhof – und die Haltung der Grünen. „Das Versteckspiel hat ein Ende. Mit der Entwicklungsagentur wird der Bau der B63n durch die Koalition ein weiteres Mal bekräftigt und entscheidend vorangetrieben“, erklärt Roland Koslowski, Sprecher der Linken im Rat.

„Ihre öffentlichen Bekundungen, im Koalitionsvertrag und in wortreichen Redebeiträgen im Rat, entpuppen sich damit als leere Worthülsen. Für die anrollenden Bagger zum Bau der innerstädtischen Autobahn für den Schwerlastverkehr steht die Koalition aus SPD, FDP und den Grünen als Empfangskomitee bereit.“

Reaktivierung des Rangierbahnhofs: Linke kritisieren Planungen mit B63n

Die Linke werde weiter dagegen halten. „Bereits zu Anfang der Planungen haben wir kritisiert, dass das Projekt Rangierbahnhof viel zu eng mit der B63n verknüpft ist. Alternativen zu dieser innerstädtischen Autobahn für den Schwerlastverkehr wurden nicht gesucht.”

In der Ratssitzung im Dezember hatten die Linken den Stopp der Planungen beantragt. Der Antrag wurde aber mit den Stimmen der Koalition und der CDU abgelehnt. Koslowski: „Damit stimmten auch die Grünen nicht nur einer weiteren Flächenversiegelung zu, sondern sie gefährden die Artenvielfalt, sie belasten Anwohner durch Lärm und Abgase, sie fördern sowohl den Individual- als den Schwerlastverkehr. Sie opfern damit nicht nur ihre bisherige politische Haltung dem Koalitionsfrieden, sie verabschieden sich damit auch von einer ökologischen Politik.”

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