Hammer Musikschüler reisen nach China

HAMM ▪ Sie werden Konzerte vor bis zu 1 000 Zuschauer spielen und das Silvester-Feuerwerk vom zweithöchten Wolkenkratzer der Welt sehen: Die Sprache ist nicht von bekannten Weltstars, sondern von der Jazzcombo der Städtischen Musikschule. Die Truppe um Arno Mejauschek unternimmt vom 22. Dezember bis 7. Januar eine Konzertreise durch Taiwan und China.

Das ist nach 2004 und 2007 zwar bereits die dritte Auflage der Fernost-Reise, aber die Faszination bei den Ensemblemitgliedern ist ungebrochen: Nachdem Mejauschek im Frühjahr die Einladung zum Band-Festival nach Taipeh erhalten und daraufhin das Interesse bei den Musikern erkundet hatte, war er überrascht, dass die Delegation schnell auf 35 Personen angewachsen ist – trotz des für Europäer ungewöhnlichen Zeitpunktes. Bei den Asiaten sieht die Sache anders aus: Weil sie kein Weihnachten feiern, ist der Jahreswechsel (fast) eine ganz normale Jahreszeit.

Mit Ausnahme eben der Silvesterfeier, die die Hammer im „Taipeh 101“, dem mit 508 Metern zweithöchsten Gebäude der Welt, erleben werden und schon jetzt auf das fantastische Feuerwerk gespannt sind. Erst einmal werden die Musiker im taiwanesischen Chiayi in Gastfamilien untergebracht, wenn sie am 23. Dezember ankommen. Mit der Teilnahme an einer Parade im Rahmen des Musikfestivals in Chiayi am 25. Dezember beginnt dann die Konzerttournee.

Dazu gehören nach Auskunft von Volker Wäsche, der die Reise organisiert hat, unter anderem vier Konzerte in Schulen – und zwar vor einzelnen Jahrgängen. „Ein Jahrgang besteht dort aus 25 Klassen zu je 40 Schülern“, summiert Wäsche die Zuhörerzahl auf bemerkenswerte rund 1 000.

Die dürfen sich auf ein umfangreiches Repertoire freuen, das von Swing und Latin über Pop bis Soul reicht, mit Titeln von Glenn Miller bis Stevie Wonder.

Gespannt sind die Reisenden im Alter zwischen 15 und 71 Jahren auch auf das Konzert, das sie in der „Flora Expo“, einer Blumenschau in Taipeh mit rund 30 Millionen Blumen, geben werden – auf einer Bühne, die entsprechend „Dream of Flower Plaza“ heißt.

Am 3. Januar führt die Reise weiter nach Shanghai. Hier gibt es eine deutsche Schule, mit deren Schulleiter und Musiklehrer Mejauschek Kontakt aufgenommen hatte. Der Besuch dort ist besonders willkommen, weil an der deutschen Schule nach den Sommerferien eine Big-Band gegründet worden ist. Darum sollen die Hammer hier nicht nur ein Konzert, sondern auch einen Workshop geben. ▪ san

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