André Storm

Hammer Krimi-Autor geht in Dortmund auf Verbrecherjagd

Krimiautor André Storm.
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André Storm schreibt seit 2014 Krimis. Sein neuester spielt in Dortmund.

Unter dem Titel „Licht aus“ schickt der Hammer Autor André Storm den von ihm erfundenen Dortmunder Privatdetektiv Ben Pruss ein zweites Mal auf Verbrecherjagd. Das Ruhrgebietsoriginal trifft diesmal auf einen Stalker, der seine Partnerin fälschlicherweise für ein Mordopfer hält, und sieht sich mit einer Lösegeldforderung, einem Bilddiebstahl und Dortmunds fiesesten Typen konfrontiert.

Hamm – „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Ermittler erfahrener zu Werke geht als noch im ersten Band. Schließlich ist er ja eher durch Zufall zur Detektivarbeit gekommen“, sagt der Autor, der im richtigen Leben eigentlich André Schörnig heißt und vielen auch als Zauberkünstler André S! bekannt ist. Während er aktuell die Werbetrommel für Band 2 rührt, hat dessen Schöpfer bereits rund 80 Prozent des dritten Bandes fertiggestellt.

Storm schreibt seit 2014 humorvolle Kriminalromane

„So war es auch bereits bei der Veröffentlichung des ersten Teils – als der herauskam, waren bereits 90 Prozent von Band 2 fertig“, erzählt Storm, der bereits 2014 mit dem Schreiben der humorvollen Kriminalromane mit dem gewissen Thrill begonnen hat. Dabei waren Parallelen zwischen Autor und Privatdetektiv durchaus gewollt: „Ich selbst würde keinen ermorden, aber ich halte mich natürlich selbst für einen tollen Ermittler“, sagt Storm und lacht. Daran, dass aus dem Erstling eine Reihe werden würde, hat es für ihn nie Zweifel gegeben: Seine Figuren entwickeln während des Schreibprozesses ein Eigenleben, sodass er Ben Pruss einfach nur habe weiterbeobachten müssen, erklärt er.

Corona hat ihm den Freiraum geschenkt, sich ganz aufs Schreiben konzentrieren zu können. „Als ich das erste Buch geschrieben habe, waren die Kinder noch ein bisschen kleiner. Heute sind sie erwachsen und machen ihr eigenes Ding. Und in Corona-Zeiten hatte ich so gut wie keine Auftritte als Zauberer. Lesungen sind in 2020 gerade mal drei zustande gekommen.“

Bei seinen Lesungen geht es lebendig zu

Betritt Storm eine Bühne, empfindet er eher Vorfreude denn Lampenfieber. Bis er selbst mit dem Bücherschreiben begonnen hat, ist Storm kein Fan von Lesungen gewesen: „Ich bin vorher noch nie auf einer Lesung gewesen.“ Seine Premiere sei der Besuch einer Veranstaltung mit dem Wilsberg-Erfinder Jürgen Kehrer gewesen. „Danach habe ich mich für weitere Lesungen angemeldet.“ Als schließlich Storm selbst Vortragender ist, stellt er schnell fest: Stillsitzen und Vorlesen ist für ihn eher eine suboptimale Kombination: „Ich bewege mich ohnehin gern und viel.“ Und so geht es eben auch bei Storms Lesungen lebendig zu.

Als Zauberkünstler verfügt der Autor ohnehin über Routinen, die begeistern: „Man kann mich nachts um 3 Uhr wecken, und ich zeige meine Zaubertricks. Entscheidend dabei ist, sich die Abläufe zu vergegenwärtigen und Reihenfolgen einzuhalten.“ Über die Jahre hat sich der heute 46-jährige Storm die Neugier auf Neues und die Bereitschaft, dazuzulernen, bewahrt.

Pausen sind Storm beim Schreiben wichtig

Das Schreiben hat ihn gelehrt, dass Pausen wichtig sind. Einfach mal etwas liegen lassen, um sich ihm wieder frischer annähern zu können und im Zweifel auch mal auf einen Gag verzichten, der nicht die gewünschte Wirkung entfaltet. Dass dennoch genug Witz und Originelles übrig bleibt, dessen sind sich Storms Fans gewiss.

Der Autor selbst freut sich sehr darüber, dass er bald wieder einige Live-Termine anbieten kann: Geplant ist dabei unter anderem eine Lesung im Rahmen des Literarischen Herbstes (voraussichtlich am Donnerstag, 11. November).

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