Hammer Kompost: Ursache für zu hohen Salzgehalt nicht gefunden

+
Im vergangenen Sommer traten Probleme mit dem Hammer Kompost auf. Nach Untersuchungen des Rasenschnitts gibt es nun Entwarnung.

Hamm - Der Rasendünger war wohl nicht Schuld an dem zu hohen Salzgehalt in Hamms Kompost, das zeigen nun die Testergebnisse des eingereichten Gartenabfalls.

Zu viel Salz im Hammer Kompost: Das war im vergangenen Sommer die Schreckensnachricht für den Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb Hamm (ASH). Denn für den auf dem Gelände der Müllverbrennungsanlage in Bockum-Hövel gewonnenen und vom ASH vermarkteten Naturdünger drohten plötzlich die Abnehmer abzuspringen.

Einer der Erklärungsansätze für den ungesund hohen Salzanteil war damals, dass die Hammer Gartenbesitzer möglicherweise zu viel Dünger auf ihre Rasenflächen gestreut hatten. Entsprechende Untersuchungen des von ihnen an der MVA angelieferten Rasenschnitts wurden deshalb veranlasst – und deren Ergebnisse liegen nun vor. Entwarnung wird demnach für die hiesigen Gartenfreunde und Laubenpieper gegeben.

"Alles im grünen Bereich" 

Nein, sie hätten das mit dem Düngen grundsätzlich nicht falsch verstanden und eben nicht zu viel Graswuchsmittel ausgetragen, sagte gestern ein Stadtsprecher auf WA-Nachfrage. „Insgesamt ist der Rasen nicht zu salzig. Alles befindet sich im grünen Bereich“, lautete die Nachricht aus dem Rathaus. Warum im Juli/August 2017 aber sowohl beim Erdenwerk als Abnehmer als auch beim ASH selbst festgestellt worden war, dass sich zu viel Salz in der Hammer Rasensuppe befand und statt der üblichen 3 Gramm pro Liter Kompost 4 Gramm pro Liter festgestellt worden waren, habe sich auch durch die nachfolgenden Kompostanalysen nicht aufklären lassen.

Möglicherweise habe es sich um ein einmaliges Phänomen gehandelt – und dann hätten die Hammer Gartenbesitzer vielleicht doch die Schuld an dem Dilemma getragen. Dies war aber – und auch das wurde gestern vom Sprecher der Stadtverwaltung bestätigt – letztlich nur ein kleines. Denn auch die Erdenwerke als Käufer des Hammer Komposts hätten letztlich nichts an der Ware aus Hamm zu monieren gehabt. Man werde nun weiter ein Auge auf den Salzgehalt des Hammer Komposts haben; Anlass dafür, Maßnahmen einzuleiten, bestehe aber nicht, hieß es zum Thema abschließend aus dem Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare