"Liliane Susewind"

Neuer Masannek-Film soll besonders Mädels erreichen

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Hinter den Kulissen von „Liliane Susewind“: Regisseur Joachim Masannek (Mitte) im Gespräch mit Christoph Maria Herbst und Aylin Tezel.

Hamm - Seit Mitte Mai läuft Joachim Masanneks neuer Film in den deutschen Kinos. „Liliane Susewind“ basiert auf dem Bestseller von Tanya Stewner. „Ich wollte unbedingt mal was für Mädchen machen“, sagt der gebürtige Bockum-Höveler zu dem luftig-leichten Kinderfilm über eine freche Elfjährige, die mit Tieren sprechen kann.

Mit 21 Jahren ging Joachim Masannek aus seiner Heimatstadt Hamm weg. Inzwischen ist er ein international erfolgreicher Kinderbuchautor und Regisseur. „Die wilden Fußballkerle“, in denen es um seine Söhne Leon und Marlon ging, machten ihn berühmt.

„Liliane Susewind“ ist Joachim Masanneks neunte Kinderbuchverfilmung. Erstmals stammt das Drehbuch nicht von ihm selbst. Auch die Filmcrew wurde völlig neu zusammengestellt. „Die Dreharbeiten waren eine schöne Zeit, entspannt und leicht – so wie der Film“, erzählt der Regisseur. „Es ist ein Geschenk, wenn man mit neuen Leuten arbeitet, aber auch ein Risiko. Dieses Mal ist es toll gelaufen.“

Teuerster Schauspieler ist ein Elefant

Gedreht wurde die deutsch-belgische Koproduktion im vergangenen Jahr an verschiedenen Schauplätzen in Aachen und Belgien. Als besondere Herausforderung empfand Joachim Masannek die Tiere vor der Kamera. „Der Hund hat alles gemacht, was er sollte“, sagt er. Schwieriger gestalteten sich die Szenen mit einem störrischen Esel und einem ausgewachsenen Elefanten – dem „teuersten Schauspieler am Set“.

Für zwei Drehtage reiste das Tier samt seinem spanischen Trainer eigens aus Paris an. Ein neues Buch schreibt der Bestsellerautor derzeit nicht. Das Filmen macht ihm mehr Spaß: „Da potenziert man seine eigene Kreativität mit dem Team.“ Zusammen mit Studio Hamburg und dem Produzenten des Snowden-Films, Philip Schulz-Deyle, arbeitet Masannek an einer modernen Neuverfilmung des Kinderbuchs „Die Rote Zora“.

Neues Projekt im Winter

Außerdem entscheidet sich bald, ob ein zweiter Teil von „Liliane Susewind“ fürs Kino gedreht wird. Das hängt nicht unwesentlich von den Erfolgen des ersten Films ab. „Der Film ist super angelaufen, aber das gute Wetter bereitet uns Probleme“, berichtet der Regisseur. „Deutsche gehen bei schönem Wetter einfach nicht ins Kino, deshalb weiß ich nicht, wie lange er noch läuft.“

Für den nächsten Winter plant Masannek eine Independent-Produktion für Erwachsene. Das Projekt realisiert er gemeinsam mit alten Weggefährten. „Ich dachte, es wäre schön, einfach mal gemeinsam mit ein paar Freunden rumzuspinnen. Wie früher an der Filmhochschule. Das wird was ganz Neues, es geht um fünf Seelen, die die Welt retten sollen.“

Vorerst keine Rückkehr in die Heimat

Auch privat hat sich einiges getan im Leben des „Wilde Kerle“-Schöpfers. Er kehrte München den Rücken und zog auf ein 40 Meter langes Hausboot in Berlin. An Bord wohnt er mit seiner Lebensgefährtin, der aus Lüdenscheid stammenden Schauspielerin Michelle Monballijn, und den beiden gemeinsamen Kindern Ann Jolin und Lijan Jazz, der erst vor wenigen Wochen geboren ist.

Masannek und seiner Familie gefällt es auf der Havel: „Es ist, als ob man auf einem See lebt und trotzdem ist man mitten in der Stadt.“ Zurück nach Hamm zieht es ihn vorerst nicht. „Ich kann mich gut an meine Kindheit in Bockum-Hövel erinnern und das sind schöne Erinnerungen. Aber ich bin auch froh, den Absprung geschafft zu haben. Den Geist und die Energie einer Großstadt um sich herum zu spüren, ist schon was ganz Anderes.“

Masannek bringt im Februar neuen "Wilde Kerle"-Film raus

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