Hammer Hauptschulen räumen IHK-Schulpreise ab

Karlschüler, Schüler der Albert-Schweitzer-Schule sowie Lehrer, Mentoren und Begleiter sind stolz auf ihre Preise, die sie bei IHK-Wettbewerb Wirtschaftswissen gewonnen haben. - Fotos: IHK

HEESSEN/BOCKUM-HÖVEL -  Die Karlschule und die Albert-Schweitzer-Schule gehören zu den Gewinnern des IHK-Schulpreises Wirtschaftswissen, die am Dienstag in Dortmund verliehen wurden.

Die Karlschule belegte mit ihrem Schülerfirma-Projekt „Crazy Karl“ den ersten Platz und nahm ein Preisgeld von 3 000 Euro entgegen. Die Albert-Schweitzer-Schule aus Bockum-Hövel belegte erhielt für ihre drei Schülerfirmen ein Preisgeld von 500 Euro.

„Ein Grundlagenwissen darüber, wie Wirtschaft funktioniert, ist genauso wichtig wie das ABC und das Einmaleins“, sagte IHK-Präsident Udo Dolezych jetzt bei der Preisverleihung. Fast alle gesellschaftlichen Strukturen und Entwicklungen hingen irgendwie mit Wirtschaft zusammen. Und deshalb müsse dieses Wissen schon ganz früh in der Schule beginnen. „Die IHK arbeitet gerne und intensiv dabei mit“, so Dolezych weiter.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr wurden erneut vorbildliche und zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet, die dazu beitragen, wirtschaftliche Themen und Zusammenhänge in den Schulalltag zu integrieren. Schüler sollen auf diesem Weg einen Vorgeschmack auf die Berufswelt bekommen und zudem mögliche Perspektiven für eine spätere unternehmerische Selbstständigkeit erkennen.

Dolezych betonte, dass in der Vergangenheit bereits einige vielversprechende Projekte angestoßen worden seien, etwa die von der IHK organisierten Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Auch von den Schulen seien zahlreiche interessante Ideen entwickelt worden. So gebe es immer mehr Projekte zur Berufsorientierung, um Schülern die passende Ausbildung zu ermöglichen.

Als sportliches Vorbild konnte Präsident Dolezych dann Ehrengast Lars Ricken begrüßen, den derzeitigen Nachwuchskoordinator von Borussia Dortmund und Champions-League-Sieger von 1997. Ricken betonte, dass Engagement, Leidenschaft und der Wille, Neues hinzuzulernen, unabdingbare Voraussetzungen für den beruflichen Erfolg seien. Bei den Projekten, die sich für den Schulpreis beworben haben, komme es in besonderem Maße auf den Teamgeist an. Ricken spendierte – im Namen des BVB – für die vier Sieger spontan eine Besichtigung des Signal-Iduna-Parks mitsamt VIP-Bereich und sprach zusätzlich eine Einladung zu einem Heimspiel der Borussia aus.

Hinter dem Namen „Crazy Karl“, dem Schülerfirmen-Projekt der Karlschule verbirgt sich ein kleines Einzelhandelsgeschäft in der Schule, das Schreibwaren, Bücher und Spiele anbietet. Das Geschäft wird von Schülern der Klassen 7 bis 10 betrieben und hat täglich in der großen Pause von 10 bis 10.30 Uhr geöffnet. Wer aktiv mitmachen möchte, bekommt zunächst eine theoretische Einweisung in Themenbereiche wie etwa Warenkunde, Unternehmensorganisation und Werbung. Jeden Montag findet zudem im Rahmen eines zweistündigen Wahlpflichtunterrichts eine Teambesprechung statt, in der Buchführung, Einkaufslisten, Marketing und Termine besprochen werden. Kooperationspartner und Mentoren unterstützen die Schüler, die sich durch ihre Arbeit wichtige Schlüsselqualifikationen für die Arbeitswelt aneignen.

Den zweiten Platz (1 500 Euro) erhält die Adolf-Schulte-Schule in Dortmund. Den dritten Platz mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro teilen sich die Freiherr- vom-Stein-Realschule in Bergkamen und die Albert-Schweitzer-Schule aus Hamm. Die Hammer wurden für die Initiierung von drei Schülerfirmen unter den Namen „Sugar Babies“, „For a better feeling“ und „crystal grafic“ ausgezeichnet. Dabei erlangen Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 Grundkenntnisse der freien Marktwirtschaft mit ihren Mechanismen. Die Laufzeit der Projekte ist unbegrenzt und bleibt Bestandteil des Programmes der Albert-Schweitzer-Schule. - WA

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