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Hammer Forum stellt Lieferungen nach Syrien ein

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Von: Alexander Schäfer

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Hamm - Angesichts von Problemen in der Türkei und an der türkisch-syrischen Grenze verzichtet das Hammer Forum auf Hilfslieferungen nach Syrien. Stattdessen widme man bereits erhaltene Spenden um, um damit Gehälter für einheimische Ärzte in der syrischen Stadt Aleppo zu finanzieren.

„Wir wollen einen Anreiz schaffen, damit diese Ärzte bleiben und dort helfen können“, sagte Jenny Heimann, Sprecherin des Hammer Forums, im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Kontakt zu einem Ärztenetzwerk vor Ort entstand durch einen nach Dortmund geflüchteten Mediziner aus Syrien. 

Das Hammer Forum hatte im vergangenen Sommer drei Monate gebraucht, um einen Seecontainer durch die Türkei nach Syrien zu bekommen. Als Reaktion darauf beschloss das Forum, seine Art der Unterstützung zu ändern. Das Hammer Forum und der Dortmunder Verein „Deutsch-Syrische Ärzte für humanitäre Hilfe“ beliefern als einzige Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen seit Jahren Krankenhäuser im Kriegsgebiet. 

In der Türkei gibt es keine einheitliche Regelung zu den Hilfslieferungen, der Zoll und andere Behörden entscheiden laut Medienberichten nach Gutdünken und das dauert Monate. Seit dem Putschversuch in der Türkei reagieren die Behörden laut einem WDR-Bericht gar nicht mehr.

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