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"Hammer Forum" hilft seit 25 Jahren in aller Welt

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Von: Rabea Wortmann

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© Rother

Hamm - Vor 25 Jahren wurde die Hilfsorganisation "Hammer Forum" gegründet. 1832 Kinder wurde mittlerweile medizinisch behandelt. Jetzt wurde das Jubiläum gefeiert.

Die Bilder vom Krieg im Irak Anfang der 90er Jahre ließen Klaus Helling nicht los. Doch noch mehr beschäftigte ihn das, was nicht im Fernsehen zu sehen war: die vielen verletzten Kinder. Und so reiste der damalige Chefarzt der Klinik für Manuelle Therapie in den Irak, um sich selbst ein Bild zu machen und die Kinder medizinisch zu versorgen. Um auch anderen Kindern im Kriegsgebiet zu helfen, gründete er daraufhin mit Dr. Michael von Glahn und Wolfgang Paus das Hammer Forum.

25 Jahre ist das nun her. Aus Anlass des Jubiläums blickte Ehrengard Ohlendorf, ebenfalls Gründungsmitglied, beim Festakt am Samstag auf die Anfänge des Hammer Forums zurück. „Die erste Reise in den Irak war sehr gefährlich, weil dort plötzlich viele bewaffnete Männer auftauchten“, erinnerte sie sich. Es gab aber auch weitere Widerstände, auf die die engagierten Helfer aus Hamm trafen. „Es war alles mit unheimlich viel Bürokratie verbunden“, sagte sie. Trotzdem gelang es noch im Jahr 1991 zehn schwerverletzte Kinder aus dem Irak zur Behandlung nach Hamm zu holen. In der Folgezeit wuchs das Hammer Forum stark.

So waren die Helfer nicht mehr nur im Irak tätig, sondern auch in anderen Kriegs- und Krisengebieten. Zudem behandelten sie die Kinder nun nicht nur in Hamm – 1832 Kinder wurden in den 25 Jahren in die Lippestadt geholt –, sondern auch vor Ort. Dabei sei die Einbindung der lokalen Ärzte wichtig. „Wir operieren grundsätzlich mit den Einheimischen zusammen. So lernen sie viel von unseren Ärzten“, schilderte der Vorsitzende Dr. Theophylaktos Emmanouilidis. In seiner Ansprache dankte er seinen „Mitstreitern“ für das Engagement. „Wir können und werden uns aber nicht auf dem Erreichten ausruhen“, kündigte er vor 50 Gästen an.

Viel Lob für die Arbeit des Hammer Forums gab es auch von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. „Es war damals eine mutige Entscheidung in den Irak zu reisen, aber letztlich hat es den Kindern geholfen“, sagte er. Er sei stolz darauf, was die Helfer in den 25 Jahren geleistet hätten. Denn: „Es geht auch nicht nur um die Hilfe für die Kinder, sondern auch um die Hilfe zur Selbsthilfe.“ Sein Fazit: „Sie haben nicht nur Leben gerettet, sondern auch Hoffnung gemacht“. Im Anschluss an den Festakt fand das Kinder- und Jubiläumsfest mit vielen Mitmachaktionen, Vorträgen und Auftritten auf der Bühne statt. Unter anderem traten die Musiker von „The Herbpirates“ auf. Wegen des Dauerregens war der Besucherzuspruch bei dem Fest insgesamt aber überschaubar. 

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