Stadtverwaltung und Corona: Ins Bürgeramt nur im Notfall

Das Bürgeramt Hamm-Mitte am Theodor-Heuss-Platz.
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Die Bürgerämter - hier das in Hamm-Mitte - sollten nur im Notfall aufgesucht werden.

Hamm – Noch immer gilt es wegen der Corona-Pandemie, unnötige Begegnungen zu vermeiden. Das betrifft auch die Bürgerämter in Hamm, in denen mitunter trotzdem mehr Betrieb herrscht als angedacht. Der Grund: Eigentlich haben die Einrichtungen in den sieben Bezirken im Zuge des Lockdowns für Bürger geschlossen und bieten persönliche Termine vor Ort nur für Notfälle an. Was jedoch ein Notfall ist, scheint nicht jedem klar zu sein.

Wenn wichtige Dokumente abgelaufen sind, ist die Hilfe durch die Bürgerämter unerlässlich. Dass sich manch Bürger allerdings auch mit eigentlich aufschiebbaren Anliegen an die Bürgerämter wenden, sorgt bei deren Mitarbeitern manches Mal für Kopfschütteln. Anfragen, wie die sofortige Anmeldung für einen Bootsanhänger für den Sommer sind mittlerweile an der Tagesordnung – auch, wenn Anliegen wie diese nun wirklich nicht als Notfall bezeichnet werden können.

Darauf weist jetzt auch die Stadtverwaltung noch einmal hin. „Nicht zwingend erforderliche Kontakte sollen durch diese Maßnahme vermieden werden“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster. Bürger, die ein Anliegen haben, sollen sich zunächst telefonisch bei den Bürgerämtern melden. „Im persönlichen Telefonat wird geklärt, ob tatsächlich ein Notfall vorliegt und wie dieser zu regeln ist. Das kann über einen dann erforderlichen Besuch erfolgen oder auch über ein digitales oder sonstiges analoges Angebot (postalisch, Einwurf in eine Box,...).“

Natürlich sei jedes Anliegen ein Einzelfall, das es ernstzunehmen gilt. „Die Bürgerämter sind da gefordert, einen dem Einzelfall gerecht werdende Lösung zu finden“, sagt der Sprecher der Verwaltung. „Im Großen und Ganzen“ seien die Bürger aber verständnisvoll. Unterm Strich bedeutet das für die Bürgerämter aktuell: Einige von ihnen haben dennoch mehr Termine täglich als wegen des Notfallbetriebs angedacht, aber immerhin insgesamt weniger als üblich. „Aktuell werden zirka 40 Prozent der Kontakte der sonst zu diesem Zeitpunkt üblichen Fallzahlen abgewickelt“, erklärt Huster dazu. Er betont aber auch, dass es hinsichtlich der Frequenz Unterschiede zwischen den sieben Bürgerämtern gibt – und zwar unabhängig von Corona.

Telefonischen Kontakt zu den Bürgerämtern gibt es unter: Bürgeramt Hamm-Mitte 17-9199, Uentrop 17-9299, Rhynern 17-9399, Pelkum 17-9499, Herringen 17-9599, Bockum-Hövel 17-9699 und Heessen 17-9799.

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