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550 Hammer beantragen Kleinen Waffenschein

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Von: Carolin-Christin Czichowski

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Polizei © dpa

Hamm - 550 Hammer haben im vergangenen Jahr einen Kleinen Waffenschein beantragt. Im Jahr davor gingen bei der Hammer Polizei, der zuständigen Verwaltungsbehörde, nur 90 Anträge ein, 2014 waren es gerade einmal 50.

Damit hat sich die Zahl der Anträge in nur zwei Jahren mehr als verzehnfacht. „Auch in Hamm ist der bundesweite Trend also erkennbar“, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel auf Anfrage unserer Zeitung. Bis Ende Oktober gab es laut Bundesinnenministerium deutschlandweit 449 000 Anträge auf den Kleinen Waffenschein – im Vorjahreszeitraum waren es mit 275 461 nur knapp die Hälfte.

Würzburg, Ansbach, jetzt Berlin: Die allgegenwärtige Terrorgefahr lässt die Deutschen scheinbar zur Knarre greifen. Doch Polizeisprecher Grauwinkel rät zur Vorsicht: „Ein falscher Umgang mit solchen Waffen kann fatale Folgen haben. Bürger erkaufen sich lediglich eine Scheinsicherheit.“ Besser sei es, potenziellen Konflikten aus dem Weg zu gehen und die Polizei zu rufen. Denn: „Der Kleine Waffenschein berechtigt, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen zu führen“, so der Polizeisprecher weiter.

Das Schießen damit hingegen ist grundsätzlich nicht erlaubt – Ausnahmen gelten lediglich bei Notwehr und Notstand – und auch bei öffentlichen Veranstaltungen dürfen die Waffen nicht mit sich geführt werden. Dieses Verbot betrifft unter anderem Volksfeste, Messen, Ausstellungen, Sportveranstaltungen und Märkte. Wie viele von den 550 in der Lippestadt beantragten Waffenscheinen von der Polizei auch tatsächlich genehmigt wurden, konnte Grauwinkel nicht genau sagen. „Aber ein sehr großer Teil wird in der Regel genehmigt“, so der Polizeisprecher.

Grundsätzlich setze diese so genannte „waffenrechtliche Erlaubnis“ voraus, dass der Antragsteller volljährig ist, die erforderliche Zuverlässigkeit sowie die persönliche Eignung besitzt. Dafür wird unter anderem ein Blick ins polizeiliche Führungszeugnis geworfen. „Das Polizeipräsidium Hamm hat den Inhaber des Kleinen Waffenscheins in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch nach Ablauf von drei Jahren, erneut auf seine Zuverlässigkeit und persönliche Eignung zu prüfen“, so Grauwinkel. Eine spezielle Aufklärung oder Beschulung sei durch das Waffengesetz hingegen nicht vorgesehen.

Im Gegensatz zum Kleinen Waffenschein handelt es sich beim Großen Waffenschein um eine Berechtigung zum Führen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe. Diese Berechtigung erhalten zum Beispiel Polizisten, Soldaten, Zollbeamte, Berufsjäger sowie in Ausnahmefällen auch Wach- und Sicherheitspersonal. J ccc

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