Zuviel Regen auf den Feldern

Dieses Wetter...: Bauern in Hamm sorgen sich um die Ernte

Rund um Hamm hat die Getreideernte begonnen.
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Rund um Hamm hat die Getreideernte begonnen.

Sommerzeit ist Erntezeit, doch aktuell macht das Wetter den Bauern einen Strich durch die Rechnung. Die feuchte Witterung mit regelmäßigen Niederschlägen lässt momentan keine Erntearbeiten zu.

Hamm – „Die Gerstenernte ist – bis auf nässebedingte nicht befahrbare Restflächen – abgeschlossen, der Raps ist zum größten Teil geerntet, nun steht in unserer Region in erster Linie die Weizenernte an“, sagt Hans-Heinrich Wortmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe (Kreis Unna, Bochum, Dortmund, Hamm und Herne). Auch Roggen, Hafer und Triticale seien vielfach noch auf den Feldern.

„Die Getreideernte gestaltet sich derzeit zu einer Hängepartie“, sagt der Landwirt. Aktuell gebe es zwar keine großen Mengen an Niederschlag, aber jeden Tag so viel, dass die Erntearbeiten nicht erfolgen könnten, so Wortmann. Die Situation sei noch nicht dramatisch, aber etwas nervös würden die Bauern bei den weiteren Wetteraussichten schon, sagt er.

Es dauert lange, bis das Korn trocknet

Der Beginn der Weizenernte sei gemacht, aber auch bis jetzt habe das Wetter nur vereinzelt kurzzeitige Erntearbeiten zwischen den Regenschauern zugelassen. „Wir konnten immer nur kleine Zeitfenster nutzen“, sagt er. Bei den aktuell wenig sommerlichen Temperaturen dauere es zudem entsprechend lange, bis das Korn abtrockne, so Hans-Heinrich Wortmann.

Getreide dürfe, um lagerfähig zu sein, nur einen maximalen Feuchtegehalt von 15 Prozent haben. Alles was nasser geerntet werde, müsse kostenintensiv nachgetrocknet werden.

Feuchter Weizen schwer zu vermarkten

Wenn der reife Weizen zu lange bei der feuchten Witterung auf dem Halm verbleibe und nicht geerntet werden könne, ginge das zudem auf Kosten der Backqualität, sagt Wortmann. Dieser Weizen sei dann nicht mehr als Backweizen zu vermarkten.

„Im Vergleich zu unseren Berufskollegen in den Hochwassergebieten haben wir hier natürlich noch großes Glück. Wir können uns noch Gedanken darüber machen, wann wir ernten“, sagt Wortmann. Die Kollegen, deren Getreide den Fluten zum Opfer gefallen sei, bräuchten an Ernte zum Teil gar nicht mehr denken.

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