Ausschreibung noch nicht erfolgt

Bahnhaltepunkt Westtünnen: Gerät der Zeitplan wieder aus den Fugen?

Bahnhaltepunkt in Unna-Lünern
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So wird der Haltepunkt aussehen: Etwa baugleich mit Unna-Lünern wird die Station in Westtünnen erstellt.

Noch in diesem Jahr sollen die Bagger für die Arbeiten am geplanten Haltepunkt Westtünnen anrücken. Es gibt allerdings wieder Verzögerungen.

Westtünnen – Ein Bahnhaltepunkt selbst ist baulich eigentlich keine große Nummer. Entlang der Gleise muss lediglich eine befestigte Fläche erstellt werden, auf der Fahrgäste Züge besteigen oder verlassen können. Im Gegensatz zu Bahnhöfen gibt es dort auch keine Weichen, Eine besondere Infrastruktur mit Verkaufflächen gibt es dort in der Regel ebenfalls nicht. Auch in Westtünnen ist das nicht vorgesehen.

Warum die Planung einer solchen reinen Zugangsstelle rund 40 Jahre in Anspruch genommen hat, können auch Insider nicht beantworten. Und irgendwie will man als Beobachter wirklich erst dann dran glauben, wenn die ersten Bagger rollen. Denn auch wenn die Realisierung dieses Bauprojektes scheinbar in trockenen Tüchern ist und noch in diesem Jahr der Baustart erfolgen soll, kommen die finalen Vorbereitungen trotzdem nicht richtig in Fahrt.

Stadt wartet vergeblich auf Angaben der Bahn

So sind die Ausschreibungen für die Bauarbeiten noch immer nicht raus. Die Stadt Hamm, die für die Deutsche Bahn die Planung des Haltepunktes federführend übernommen hatte, drückte Anfang des Jahres extra aufs Tempo. Möglichst im ersten Quartal sollten die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden. Dazu sind noch einige Angaben erforderlich, die sich die Stadt Hamm von der Bahn besorgen muss. Doch darauf wartet die Kommune bislang vergeblich.

„Wir haben als Stadt unsere Hausaufgaben gemacht, allerdings fehlen für die Ausschreibung noch Details der Deutschen Bahn“, erläutert Stadtsprecher Tom Herberg den Stand der Dinge. Soll heißen: Auch sechs Wochen nach Ende des ersten Jahresquartals sind die Ausschreibungen noch nicht erfolgt.

Sperrpause lässt sich nicht flexibel verschieben

Ein K.-o-Kriterium für den eingeplanten Baustart in diesem Jahr ist das zwar noch nicht, aber der Zeitdruck wächst natürlich mit jeder Woche, die weiter ins Land geht. Immerhin ist extra für Ende dieses und Anfang nächsten Jahres eine so genannte Sperrpause im Fahrplan eingesetzt worden. Sie ist von großer Bedeutung für die Umsetzung des Bauprojektes und lässt sich auch nicht flexibel verschieben.

Um den exakten Zeitplan ausarbeiten zu können, ist die Stadt auf die Ausschreibung angewiesen. Denn natürlich hängt alles davon ab, welche Unternehmen den Zuschlag erhalten und wie diese das weitere Jahr planen, erklärt Herberg.

Zweieinhalb Jahre Bauzeit für die Überführung

Zu den ersten Arbeitsschritten gehören diverse Vorarbeiten wie das Herstellen von Rampen und die Errichtung eines Pumpwerks. Den größten Teil der Arbeiten werden ohnehin die Maßnahmen für die Verkehrsführung rund um den Haltepunkt einnehmen. Bekanntlich wird unter anderem der Südfeldweg verlegt und unter die Bahngleise hindurchgeführt. „Wir rechnen für die Eisenbahn-Überführung inklusive des Straßenbaus mit einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren“, gibt Herberg eine erste Einschätzung ab.

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