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Kürbis-Klau schockt Landwirt: Dreiste Diebe plündern ganzes Feld

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Von: Svenja Jesse

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Nichts mehr übrig: Unbekannte haben in der Nacht auf Montag alle Hokkaidokürbisse vom Feld am Blasum gestohlen.
Nichts mehr übrig: Unbekannte haben in der Nacht auf Montag alle Hokkaidokürbisse vom Feld am Blasum gestohlen. © Laurenz

In der Nacht von Sonntag auf Montag plünderten Diebe das Kürbisfeld und stahlen alle Hokkaidokürbisse vom Selbstpflückfeld am Blasum zwischen Hamm und Werne.

Stockum – Mit dem Herbst hat auch die Kürbiszeit begonnen – für den Hof Schulze Blasum nahm die Saison nun aber ein unerwartet schnelles Ende. In der Nacht von Sonntag auf Montag plünderten Diebe das Kürbisfeld und stahlen alle Hokkaidokürbisse vom Selbstpflückfeld am Blasum. Ein Schock für die Hofbetreiber. „Ich kann das nicht nachvollziehen, wie jemand so dreist sein kann“, sagt Judith Reher, Hof-Organisatorin bei Schulze Blasum.

Unbekannte stehlen Kürbisse vom Feld: mehrere Hundert Euro Schaden

Zwischen 50 und 100 Hokkaido-Kürbisse erbeuteten die Diebe; ihr Wert: mehrere Hundert Euro. „Es geht aber ja nicht nur um den materiellen Schaden, sondern auch um den emotionalen. Wir haben uns lange um die Kürbisse gekümmert und viel Zeit und Arbeit reingesteckt. Das ist mehr als ärgerlich, auch für die Kunden, die jetzt keine Kürbisse bei uns bekommen und zu anderen Höfen gehen und dann dort bleiben“, sagt Landwirt Johannes Laurenz.

Es ist nicht das erste Mal, dass etwas von den Feldern gestohlen wurde. „Wir erleben das immer wieder mit Bohnen oder dem Zuckermais. Die Menschen klettern über die Zäune und bedienen sich. Wenn wir sie erwischen, sagen sie, sie hätten uns oder den Parkplatz nicht gefunden, oder wüssten nicht, wo sie bezahlen sollen. Das ist einfach nur frech. Bei Aldi oder Rewe klettert doch auch niemand in die Warenannahme und bedient sich“, sagt Reher. Dass ein komplettes Feld geplündert wurde, sei aber noch nie passiert.

Polizei nicht gerufen: Landwirt bleibt auf Kosten sitzen

Bereits mehrfach habe der Landwirt daraufhin die Polizei gerufen. „Die Verfahren werden aber jedes Mal von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Deshalb haben wir es dieses Mal gar nicht erst gemacht. Auf dem Schaden bleiben wir sitzen“, sagt Laurenz.

Auffällig bei den Kürbisdieben – sie schienen genau zu wissen, worauf sie aus waren. „Sie haben nur die Speisekürbisse mitgenommen, unsere Zierkürbisse sind noch da“, erklärt Reher. Diese können dann in der kommenden Woche geerntet werden. Dieses Mal hoffentlich von ehrlichen Käufern.

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