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Wasserfontänen, Papageien, Hochseilartistik: Zirkus Knie bringt Las Vegas nach Hamm

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Von: Svenja Jesse

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Freuen sich aufs Hammer Publikum: Die Artisten vom Zirkus Charles Knie kommen aus 13 unterschiedlichen Nationen.
Freuen sich aufs Hammer Publikum: Die Artisten vom Zirkus Charles Knie kommen aus 13 unterschiedlichen Nationen. © Robert Szkudlarek

Nach zwei Jahren Corona-Pause gastiert der Zirkus Charles Knie jetzt wieder an den Zentralhallen. Mit neuem Zelt und völlig neuem Showkonzept.

Hamm – Statt in der „klassischen“ Zirkusmanege mit Sägemehl treten die rund 40 Artisten auf einer mit 100.000 Litern gefüllten Wasserbühne auf. In bis zu 15 Meter hohen Fontänen sprüht das Wasser aus mehr als 300 Hochleistungspumpen; 2.500 Meter Kabel werden allein für die Bühne gebraucht.

„Das ist eine Hightechbühne. Es ist die einzige portable Wasserbühne Europas. Wir holen damit ein Stück Las Vegas nach Hamm“, sagt Zirkusdirektor Sascha Melnjak.

Zirkus Knie in Hamm: Wasserbühne einmalig in Europa

Eine Zirkusshow umgeben von Wasser war für die Artisten eine Umgewöhnung. „Es ist schon etwas anderes. Das Wasser und die Hitze vom Licht sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das merken wir beim Skaten, es ist rutschig und wir müssen unsere Technik anpassen. Aber ich liebe es! Die Reaktionen des Publikums sind toll. Das gibt uns die Kraft, uns nicht ums Wasser zu kümmern und einfach loszulegen“, sagt Artistin Veronika Ernesto. Die Italienerin zeigt zusammen mit Ehemann Paolo eine Rollschuhartistik und eine Hochseilakrobatik.

Damit die Artisten bei ihren Nummern nicht auf der nassen Bühne ausrutschen, ist sie so konzipiert, dass das Wasser sofort abläuft. „Das klappt super. Ein paar Spritzer kriegen wir manchmal zwar ab, bei der Hitze auf der Bühne ist das aber eine willkommene Erfrischung“, sagt Chef-Tänzerin Shawn.

Zirkus Knie mit neuem Konzept: Publikum begeistert

Hamm ist bereits der fünfte Stopp der Tour. Bisher sei das neue Showkonzept beim Publikum sehr gut angekommen, sagt sie: „Es war großartig. Im Finale hatten wir immer Standing Ovations. Und es gab sogar Menschen, die vor Freude geweint haben. Ich muss mich jedes Mal im Finale zusammenreißen, damit ich nicht auch anfange zu weinen, weil es einfach so emotional ist.“

21 Städte stehen auf dem Tourplan. Neben den Shows bleibt der rund 90-köpfigen Crew nur wenig zeit für Auf- und Abbau. Ein Kraftakt. „Der Einbau der Bühne dauert fast einen ganzen Tag und der Abbau auch einige Stunden“, sagt der Zirkusdirektor. Doch der Aufwand lohnt sich. „Es ist eine tolle Show, ich bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich nur daran denke“, so Melnjak.

Die Show dauert rund 150 Minuten mit 20 Minuten Pause. Premiere ist am Mittwoch um 16 Uhr mit einem Familientag (Tickets kosten 12 Euro). Die Vorstellungen sind von Mittwoch, 29. Juni, bis Sonntag, 3. Juli, um 16 und 19.30 Uhr, Tickets gibt es im Vorverkauf ab 16 Euro auf der Internetseite des Zirkus oder an der Abendkasse.

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