In Paderborn, Dortmund und Münster funktioniert es ja auch...

Vorstoß: Hamm soll Uni-Stadt werden - Ist das eine gute Idee?

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Unser Bildausschnitt zeigt die Leibniz-Universität in Hannover. Wie würde eine Uni in Hamm heißen? Oder wäre eine Gründung keine gute Idee?

Medizin, Jura, Naturwissenschaften oder Germanistik: Geht es nach einer Wählergruppe, dann sollen diese Fächer bald in Hamm studiert werden können. Sie regt an, in Hamm eine Universität zu gründen. Eine gute Idee? Diskutieren Sie mit!

Hamm – Dr. Cevdet Gürle, Oberbürgermeisterkandidat und Sprecher der Wählergruppe Pro Hamm, bezeichnet die Gründung einer Universität als einen Quantensprung in der Entwicklung der Stadt. „Sie wird das Gesicht von Hamm für das 21. Jahrhundert nachhaltig positiv sehr verbessern“, ist sich Gürle sicher.

Was in Paderborn, Dortmund, Münster oder Bielefeld funktioniert, das soll auch in Hamm möglich sein. Alleine in Paderborn würden 20.000 Studenten studieren – eine Zahl, die Gürle auch in Hamm für realistisch hält.

Bereits die Gründung der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) mit ihren derzeit rund 6200 eingeschriebenen Studenten sei ein Meilenstein für den Bildungsstandort Hamm gewesen. Mittlerweile sei die Zeit aber reif, um für das neue Jahrzehnt eine weitere Vision in die Diskussion einzubringen, meint der Pro- Hamm-Chef in einer Mitteilung. Als Standort biete sich der Hammer Westen an. Gürle: „Wenn die CDU im Hammer Westen ein Science-Center errichten will, so ist das zu kurz gedacht.“

Gürle sieht Bedarf für eine Universitätsgründung: Im Wintersemester 2019/20 waren an den Hochschulen in Deutschland rund 2,9 Millionen Studenten eingeschriebenen. Zehn Jahre vorher waren es nur rund 2,1 Millionen Studierende. Gürle: „Das macht einen Anstieg von knapp 37 Prozent.“

Uni in Hamm: Appell an OB Hunsteger-Petermann und Marc Herter

Von heute auf morgen sei mit einer Gründung solch einer Hochschule nicht zu rechnen. Dazu müsse das Land NRW mit ins Boot geholt und das Projekt aus Düsseldorf politisch flankiert werden.

Dazu solle der Oberbürgermeister mit seinem Netzwerk und Landtagabgeordneter Marc Herter entsprechend agieren. Dass die Stadt Hamm von Universitäten eingerahmt ist, sieht Gürle nicht als Nachteil: „So kann regionale Zusammenarbeit leichter erfolgen und Netzwerke können entstehen, die einen wichtigen Baustein bilden, der die Gründung einer Universität erleichtert.“

Als Startkapital könnte nach Gürles Ansicht das Geld aus dem Kohleausstieg, das die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat, genutzt werden. Gürle: „Es spricht alles dafür, sich für Hamm als zukünftige Uni-Stadt stark zu machen, aber nichts dagegen.“

Liebe Leser: Was meinen Sie zu einer Uni in Hamm?

Wäre die Gründung einer Universität für Hamm eine gute Idee? Wo könnte ein Campus entstehen? Und wie würde die Uni heißen? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und Ihre Ideen zu diesem Thema.

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Uni in Hamm: Unterschied zur Fachhochschule

Universitäten sind Hochschulen mit Promotionsrecht, die der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium dienen. Eine Universität hat verschiedene Fakultäten im naturwissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen und kulturwissenschaftlichen Bereich. Ein Studium an der Universität ist wissenschaftlicher orientiert als beispielweise an einer Fachhochschule wie der HSHL. Dort gibt es auch den entsprechenden Praxisbezug. Meistens kommen auch die Professoren aus der Praxis, während an einer Universität die Professoren eine wissenschaftliche Karriere eingeschlagen haben.

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