Ermittlungen der Polizei

In ZUE: Wachmann soll Asylbewerber geschlagen haben

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Der nun bekannt gewordene Vorfall spielte sich Ende September in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) am Alten Uentroper Weg ab.

Hamm - Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ist Ende September in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes am Alten Uentroper Weg offenbar über einen dort untergebrachten Asylbewerber hergefallen.

Der 31-jährige Mazedonier wurde durch mindestens einen Faustschlag verletzt. Der Fall vom späten Abend des 25. September wurde erst jetzt durch den Quartalsbericht des NRW-Ministeriums für Kinder, Familie und Flüchtlinge bekannt; die Polizei bestätigte den Sachverhalt gestern auf WA-Nachfrage.

Demnach war das spätere Opfer an dem Abend betrunken gewesen und hatte in der Einrichtung andere Bewohner angepöbelt. Drei Mitarbeiter des ZUE-Sicherheitsdienstes nahmen sich des Randalierers an und schalteten gegen 22.50 Uhr die Polizei ein. Auch die Beamten wurden von dem leicht verletzten Mazedonier verbal angegangen.

Vielzahl von Bewohnern befragt

Im Zuge der Ermittlungen, bei der eine Vielzahl von ZUE-Bewohnern angehört wurde, korrigierten die Ermittler den ursprünglichen Erklärungsansatz, dass die Verletzungen des 31-Jährigen aus einer Notwehrhandlung des Wachdienstes herrührten. Stattdessen steht nun ein 60-jähriger Wachdienstler unter Körperverletzungsverdacht.

Die Ermittlungen sind nach Auskunft der Polizei abgeschlossen. Die Akte liegt bei der Staatsanwaltschaft, die nun darüber zu entscheiden hat, ob in dem Fall eine Anklage erhoben wird. Wie das Ministerium mitteilt, ist der Wachdienstmitarbeiter bis zum Vorliegen des Abschlussberichts der Staatsanwaltschaft von seinem Dienst suspendiert.

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