Kreis Unna und Hamm einig

Schnellbus 20 steuert ab Herbst wieder den Hammer Bahnhof an

Der Busbahnhof am Willy-Brandt-Platz in Hamm.
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Endstation Hauptbahnhof Hamm: Der alte Schnellbus 20 von Bergkamen ins Hammer Zentrum wird reaktiviert.

Der Kreistag in Unna hat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, aus dem vor Jahren in Herringen gekappten Schnellbus 20 wieder eine durchgehende Linie ohne Umstieg zu machen. Sie soll nach den Herbstferien, am 25. Oktober, an den Start gehen.

Herringen - Die Fahrzeit vom Busbahnhof in Bergkamen zum Hauptbahnhof Hamm ist mit 45 Minuten berechnet, es sollen nur bestimmte Haltestellen bedient werden. Das muss so gestaltet werden, damit der Schnellbus im Durchschnitt 32,5 Kilometer fahren kann, sonst gibt es den erhofften Zuschuss nicht.

Betrieben wird die Linie von der Kreis-Verkehrsgesellschaft VKU. Nach Angaben des Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL) entspreche die grenzüberschreitende Schnellbuslinie S 60 – so der Arbeitstitel – der Förderintention des Landes optimal. Zudem sei hier ein großes Umsetzungspotenzial vorhanden. Auch die Stadt Hamm hat nach Angaben des Kreises Unna ein „großes Interesse an einer umsteigefreien ÖPNV-Verbindung zwischen den Stadtzentren von Bergkamen und Hamm, welche durch die Verlängerung der alten S 20 entstehen würde“. Vor diesem Hintergrund werde die Stadt Hamm die entsprechenden Förderanträge beim ZRL stellen und die diesbezüglichen Mittel förder- und beihilfekonform über die Stadtwerke an die VKU weiterleiten.

Schnellbus 20: Zusätzlicher Umlauf nötig

Die führen aktuell Fahrtzeitmessungen auf der potenziellen Schnellbuslinie durch. Auf dieser Basis wird die Anzahl der möglichen Haltestellen in Abhängigkeit der notwendigen Geschwindigkeit festgelegt. Die Standorte der Haltestellen sollen mit den Kommunen abgestimmt werden. Auf Hammer Stadtgebiet ist zudem ein zusätzlicher Umlauf notwendig.

Errechnet wurde auch das Fahrgastpotenzial: 2 224 Pendlern zwischen Hamm und Bergkamen könnte die Linie eine umweltfreundliche Alternative bieten. S 60 ist derzeit nur der Arbeitstitel. Aufgrund des Wiedererkennungswertes soll die Linie spätestens zur Einführung wieder S 20 heißen

Derzeit endet sie an der Quellenstraße. Sie soll bis zum Hauptbahnhof verlängert werden, ausgenommen eine Fahrt am Samstag und der komplette Sonntagsverkehr. Das sei, so der Kreis Unna, Wunsch der Stadt Hamm. Zudem solle es keine Verdichtung des Angebots geben. Das heißt, dass es beim Fahrtenangebot der heutigen S 20 – sie verkehrt stündlich – bleibt. stg/b

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