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Tierparkumbau: Altes Affenhaus und Museum abgerissen - das ist geplant

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Von: Ulrich Wille

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Die Umbauarbeiten im Tierpark gehen weiter: Zurzeit wird das alte Affenhaus abgerissen. Danach ist das ehemalige Naturkundemuseum an der Reihe.
Das alte Affenhaus wird gerade abgerissen. Danach ist das ehemalige Naturkundemuseum an der Reihe. © © Andreas Rother

Die Umbauarbeiten im Tierpark gehen weiter. Aktuell ist der Abrissbagger am alten Affenhaus am Werk.

Hamm – Erst vor wenigen Wochen wurde die neue Lemurenanlage eröffnet, schon steht mit dem Abriss des alten Affenhauses das nächste große Bauprojekt im Tierpark an. Der Bau aus dem Jahr 1979 war ganz früher einmal Heimat für die Bären, dann auch mal für die Raubkatzen und zuletzt für die Affen-Senioren. „Auf dem Gelände entsteht dann im nächsten Jahr eine neue Gastronomie, eine neue Toilettenanlage und ein Indoorspielplatz“, erklärte Tierpark-Geschäftsführer Sven Eiber jetzt bei einer Baustellenbesichtigung.

Nur wenige Meter weiter wartet auch schon die nächste Baustelle: das ehemalige Naturkundemuseum. Es ist größtenteils entkernt und wird dann ebenfalls abgetragen. Hier soll eine Gibbonanlage gebaut werden.

Tierpark-Umbau: Investitionen von rund 3,3 Millionen Euro

„Beide Flächen sollen zunächst planiert und eingeebnet werden, bevor es an den Neubau geht“, sagt Eiber und nennt die Investitionssumme von 3,3 Millionen Euro, die bislang in der Planung sind. „Ob wir damit bei den Preissteigerungen tatsächlich hinkommen, ist zurzeit noch nicht sicher“, so der Geschäftsführer weiter.

Mit den Bauplänen ist allerdings noch lange nicht Schluss. Der Bauhof soll von seinem angestammten Platz ebenfalls verschwinden. Wann das geschieht, stehe noch nicht fest. Erst Anfang des Jahres wurde bereits das Graupapageien-Gehege fertiggestellt.

Modernisierung zahlt sich aus: Besucherzahlen enorm gestiegen

Dass sich die Attraktivitätssteigerungen und Modernisierungen mittlerweile bezahlt machten, sehe man jeden Tag, erklärt Eiber. „Die Besucherzahlen sind momentan enorm hoch.“ 150.000 waren es bislang, im letzten Jahr vor Corona waren es 180.000 im gesamten Jahresverlauf. „Das ist zum einen ein toller Erfolg, zeigt uns aber zum anderen auch klar die Grenzen in der Infrastruktur auf“, sagt Eiber.

Seit das Naturkundemuseum geschlossen ist, sind zum Beispiel auch die dortigen Toiletten weggefallen. Dafür sei eigens ein Toiletten-Container als Ersatz aufgestellt worden. Zudem habe man im Laufe der Jahre die Zahl der Tierarten reduzieren müssen. „Bei einigen waren es viel zu viele Arten“, sagt Eiber. So sind von ursprünglich zwölf Affenarten mittlerweile nur noch acht im Tierpark vorhanden. Verschwinden sollen auch die Lamas, da von den sogenannten Camelidae – Lamas, Alpakas und Guanakos – ebenfalls zu viele im Tierpark vorhanden sind.

Bauarbeiten in den Sommerferien: Parkplatz teilweise gesperrt

Wie die schöne neue Tierparkwelt aussehen kann, sieht man schließlich auch im neuen Affengelände oder am Flamingohaus. Ordentlich, aufgeräumt, großzügig und die Affen findet man sogar in den Bäumen wieder.

Auch außerhalb des eigentlichen Tierparkgeländes wird gebaut und soll gebaut werden. Damit die Besucherströme weiterhin genug und gute Parkplätze haben, wird auf dem Gelände des alten Post-SuS-Platzes der Parkplatz ausgebaut. Er erhält neue Asphalt-Fahrspuren. Während der Bauarbeiten, die rund drei Wochen dauern sollen, soll der Parkplatz immer nur in Teilbereichen gesperrt werden, sagte Eiber.

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