Geschützte Fahrradstreifen

Hamms erste Protected Bike Lane soll nach Herringen kommen

Geschützter Fahrradstreifen an der Dortmunder Straße
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Andreas Feike (von links), Franz Tillmann und Julian Janssen testen schon einmal aus, wie eine Protected Bike Lane im Miniformat aussehen könnte.

In Hamm sollen mehr Menschen aufs Fahrrad steigen. Mit dazu beitragen soll Hamms erste Protected Bike Lane - also ein geschützter Fahrradstreifen.

Herringen – Errichtet werden soll sie entlang der Dortmunder Straße zwischen der Schachtstraße/Bürgeramt Herringen und Zum Torksfeld/Fangstraße. Denn genau in diesem Abschnitt soll die heute vorhandene Mehrzweckspur laut Ausbauplan in einen Radfahrstreifen ummarkiert und zur besseren Erkennbarkeit rötlich eingefärbt werden. Das begrüßt die SPD Herringen auch ausdrücklich. Aber: Ihr geht das Vorhaben der Verwaltung nicht weit genug. Und daher hat sie die Einrichtung einer Protected Bike Lane beantragt.

Geschützte Fahrradstreifen: Verschiedene Einbauten möglich

Durch sie werde, wie Bezirks-Fraktionschef Julian Janssen im Beisein der Herringer Ratsherren Franz Tillmann und Andreas Feike erläuterte, das Radfahren im Stadtbezirk sicherer. „Protected Bike Lanes bieten einen physischen Schutz vor den Autos, sind breit, farblich markiert und haben einen glatten Belag.“ Durch zusätzliche Einbauten auf der Fahrbahn zwischen Radfahrstreifen und Autoverkehr könne hier eine echter Schutzstreifen entstehen und so bester Standard für den Radverkehr erreicht werden. Mögliche Einbauten könnten, so Janssen, Leitplanken, Poller oder aber auch Schwellen sein. Das genau zu ermitteln, sei Aufgabe der Verwaltung.

Aus Sicht der Genossen macht eine Protected Bike Lane im Herringer Ortskern Sinn. Gerade dieser Bereich werde stark frequentiert – von Fußgängern, Radfahrern und eben Autos. Doch trotz des Fahrens auf dem Mehrzweckstreifen sei die Dortmunder Straße keine sichere Zone für den Fahrradverkehr. Außerdem könne mit Barrieren zwischen Rad- und Autospur das Problem mit dem wild querenden Fußgänger-Verkehr zwischen Jahns und Lippe-Carrée gelöst und geregelt werden. „Für ungeregelte Querungen ist die Dortmunder Straße einfach zu gefährlich.“

Geschützte Fahrradstreifen: ADFC begrüßt Projekt

Als flankierende Maßnahme soll daher in Höhe der vorhandenen Mittelinsel ein direkter Zugang zum Jahns-Parkplatz geschaffen werden. Man habe schon, wie Tillmann sagt, mit der Firma Jahns gesprochen. Die sei dazu bereit, einen Stellplatz zu opfern, um so den sicheren Zugang zum Jahns-Gelände zu ermöglichen, freut er sich über das Entgegenkommen.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Graben zwischen der Fritz-Husemann-Straße und dem Torksfeld, der den Genossen schon seit Jahren ein Dorn im Auge ist, endlich zugeschüttet wird. Von ihrer ursprünglichen Idee, dort einen Radweg anzulegen, habe man mittlerweile Abstand genommen. Denn dafür hätten auch Bäume weichen müssen. Der Graben sollte dennoch zugeschüttet werden, so der Fraktionschef. „Neben dem Müll, der dort regelmäßig entsorgt wird und der zu einer vermehrten Anzahl an Ratten führt, ist er auch ein verkehrliches Problem.“ Durch eine Verfüllung würde das Ortsbild aufgewertet. Sollten seitens der Verwaltung Bedenken bestehen, dass der Graben die Funktion der Straßenentwässerung nicht mehr erfüllt, sollte vorsichtshalber ein Drainage-Rohr oder etwas ähnliches verlegt werden.

Ausdrücklich begrüßt wird die Protected Bike Lane vom ADFC Hamm.

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