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Pelkum wächst - und die Interessenten für Bauland stehen weiter Schlange

Bauen in Pelkum: An der Wielandstraße soll das „Wieland Carrée“ entstehen.
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Bauen in Pelkum: An der Wielandstraße soll das „Wieland Carrée“ entstehen.

Viele junge Menschen wollen bauen oder suchen gezielt ein Haus oder eine Wohnung. In Pelkum wird dem Rechnung getragen - mit einer Großoffensive. 240 Wohneinheiten werden in den nächsten Jahren hier geschaffen. Reicht das Wohnangebot? Diskutieren Sie mit (Formular im Anhang)!

Wiescherhöfen – Neben dem CreativRevier Heinrich Robert, das sich der Stadtbezirk Pelkum mit den Nachbarn aus Herringen „teilt“, ist die Wielandstraße das größte potenzielle Baugebiet im Stadtbezirk. Und Investor Volkan Günes möchte „lieber heute als morgen loslegen“. Denn: Die Nachfrage ist groß. Wie der Geschäftsführer des Autohauses Excellence Cars an der Kamener Straße erklärt, gebe es mehr Anfragen als Wohneinheiten. „Einige Interessenten werden langsam ungeduldig.“

Statt der zunächst angedachten 120 Wohneinheiten sollen in dem Baugebiet bis zu 160 Wohneinheiten entstehen, darunter 40 Einfamilienhäuser und 20 Doppelhaushälften. Die restlichen Wohnungen befinden sich in Mehrfamilienhäusern. Günes ist zuversichtlich, dass alle Wohnungen und Häuser schnell vergeben werden und das „Wieland Carrée“ zu einer Erfolgsgeschichte wird.

Bauen in Pelkum: Im „Wieland Carrée“ soll es noch 2021 losgehen

Allein aus seinem eigenen Umfeld zeigten, wie Günes sagt, zehn bis 15 Familien Interesse an einer Immobilie im „Wieland Carrée“. „Aktuell wohnen sie in einer Mietwohnung oder einem alten Haus und suchen nach etwas Neuem“, so Günes, der hofft, noch in diesem Jahr mit den Erschließungsarbeiten beginnen zu können.

Dazu muss das Umlegungsverfahren durch die beteiligten Grundstückseigentümer – die Grundstücke müssen so aufgeteilt werden, dass jeder attraktives Bauland zur Verfügung stellen kann – abgeschlossen werden. Zudem muss der Bebauungsplan noch Rechtskraft erlangen.

Bauen in Pelkum: Erhöhte Bautätigkeit hält an

Dass Bauland in Pelkum gefragt ist, hat sich in den vergangenen zehn Jahren an verschiedenen Stellen gezeigt. Beim Baugebiet „Liboriusweg“ auf dem Daberg hat es keine sechs Jahre gedauert, bis nach Beginn der Erschließungsarbeiten alle 130 Grundstücke verkauft waren. An der Weetfelder Straße sind innerhalb von gut zwei Jahren rund 55 Seniorenwohnungen sowie Einfamilien- und Reihenhäuser entstanden. Auch in den Baugebieten Michaelstraße (von rund 70 Grundstücken für Einfamilienhäuser sind nach Angaben der Stadt schon über 40 vergeben) und Auf der Geist (24 Einzel- und Doppelhäuser zur Miete) läuft es gut. Ebenfalls nach kurzer Zeit belegt waren die Miethäuser im Baugebiet „Im Brauland“ (21 Wohneinheiten) an der Großen Werlstraße.

Und es soll weiter gebaut werden: Die Baugebiete Kupferstraße (27 Wohneinheiten) und „Südlich Holtkamp“ (20 bis 25 Wohneinheiten) befinden sich planungsrechtlich auf der Zielgeraden.

Bauen in Pelkum: Die Preise steigen

In der Summe macht das etwa 240 Wohneinheiten, die in Pelkum in den kommenden Jahren entwickelt werden (ohne CreativRevier). Neben der Schließung von Baulücken in verschiedenen Ortsteilen gibt es im Zuge der Wohnbaulandinitiative der Stadt Hamm weitere Reserveflächen – an der Robert-Koch-Straße (circa 80 Wohneinheiten in Doppel- und Mehrfamilienhäusern), an der Straße Am Wiescherbach (circa 15 Einzel- und Doppelhäuser) sowie an der Fels-Loh-Straße, Auf Soosmanns Kamp und im Bereich Bergfinkenweg / Barnevelderweg.

Wer fündig wird, muss damit rechnen, deutlich mehr zu zahlen als es vor einigen Jahren noch der Fall war. Denn: Bauen im Stadtbezirk Pelkum ist teurer geworden - und das lag nicht nur an den gestiegenen Baukosten. Ein Indiz dafür ist auch der Bodenrichtwert für Bauland. Er ist ein aus Kaufpreisen ermittelter durchschnittlicher Bodenwert je Quadratmeter für ein Gebiet mit im Wesentlichen gleichen wertbestimmenden Merkmalen wie Entwicklungszustand, Art und Maß der baulichen Nutzung sowie Zuschnitt. Bodenrichtwerte beziehen sich grundsätzlich auf unbebaute Grundstücke. Sie sind jedoch kein Verkehrswert. Den höchsten Wert im Stadtbezirk weist der Albert-Spieker-Weg auf (245). Nachfolgend ein Vergleich der Zahlen von 2011 und 2021 (Angaben jeweils in Euro pro Quadratmeter). 

  • Daberg: Kupferstraße: Bodenrichtwert 95 (2011) und 165 (2021); Marsstraße: Bodenrichtwert 100 (2011) und 165 (2021)
  • Lerche: Kerstheider Straße: Bodenrichtwert 40 (2011) und 60 (2021)
  • Lohauserholz: Gerhardstraße: Bodenrichtwert 130 (2011) und 195 (2021); Jakobstraße/Danielstraße: Bodenrichtwert 210 (2021)
  • Pelkum: Meereweg: Bodenrichtwert 135 (2011) und 235 (2021); Kobbenskamp: Bodenrichtwert 90 (2011) und 155 (2021)
  • Selmigerheide: Auf der Horst: Bodenrichtwert 105 (2011) und 195 (2021)
  • Weetfeld: An der Spierkuhle: Bodenrichtwert 135 (2011) und 230 (2021)
  • Wiescherhöfen: de-Wendel-Straße: Bodenrichtwert 70 (2011) und 95 (2021); Virchowstraße: 105 (2011) und 180 (2021).

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