Langsames Herantasten

Leere Kirchenbänke: Zehn Gläubige im Gottesdienst

Zwar dürfen Gottesdienste wieder stattfinden, aber der Andrang hält sich in Grenzen - die Besucher sind vorsichtig - stellt Pfarrer Winschuh fest.
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Zwar dürfen Gottesdienste wieder stattfinden, aber der Andrang hält sich in Grenzen - die Besucher sind vorsichtig - stellt Pfarrer Winschuh fest.

Nachdem das Coronavirus auch die Kirchen zur Schließung gezwungen hat, durften an diesem Wochenende die ersten Gottesdienste wieder stattfinden - unter besonderen Auflagen. Die Menschen sind vorsichtig.

Hamm - In Hamm öffneten gestern erstmals wieder Kirchen für den gemeinsamen Gottesdienst. In St. Pankratius in Bockum-Hövel wagten sich die Gläubigen allerdings nur sehr zaghaft in die Bänke: Erst kamen zehn, zum zweiten Gottesdienst am Vormittag etwa 20 Christen zusammen.

Die Auflagen hätten 40 pro Gottesdienst zugelassen. „Die Menschen sind vorsichtig geblieben“, erklärte Pfarrer Robert Winschuh (Foto), der froh war, dass er niemanden nach Hause schicken musste. Vorab wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man nach wie vor nicht auf die Sonntagspflicht bestehen würde.

Gottesdienst in Hamm: Alternative zur heiligen Messe

In den Hammer Gemeinden nördlich der Lippe hatten sich die Verantwortlichen außerdem dazu entschieden, statt Heiliger Messen Wortgottesdienste zu feiern und damit, anders als beispielsweise in Drensteinfurt, keine Hostien im Rahmen einer Kommunion auszugeben.

Leere Gebetsbänke in der Hammer Kirche.

Ziel war es, sich nach Wochen ohne kirchliche Feier "wieder langsam heranzutasten", wie Pfarrer Winschuh gegenüber unserer Zeitung erklärte. Im Laufe der kommenden Woche wolle man darüber beraten, ob man am nächsten Wochenende den nächsten Schritt gehe werde und wie eine Messe und deren Organisation aussehen könnte.

Auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann war am Sonntag unter den Kirchgängern. Er genoss den Gottesdienst in St. Stephanus in Heessen – ganz ohne Gesang, „dafür aber sehr meditativ“, wie er fand.

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