Lockerungen

Hamm als Modellkommune? Außer Spesen nix gewesen - Projekt startet gar nicht erst

Hamm schönes Wochenende: So lassen es sich die Hammer in den Biergärten gut gehen - viele Bilder und Stimmen von Brauhof Wilshaus
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Auch ohne Modellprojekt können die Hammer wieder in die Biergärten - wie hier im Brauhof Wilshaus.

Mit der Umsetzung weiterer Lockerungen ab Donnerstag ist auch das viel beschworene Modellprojekt des Landes in Hamm ganz offiziell hinfällig.

Hamm - „Wir sind beim Inzidenzwert schneller gesunken, als das Modellkommunen-Projekt noch hätte umgesetzt werden können“, sagte Oberbürgermeister Marc Herter zu dem abgeblasenen Modellversuch des Landes, für den sich die Stadt Hamm erfolgreich beworben hatte. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner180.793 (Stand: 31.12.2020)

Corona in Hamm: Modellkommunen-Projekt sollte im April starten

Eigentlich sollten in Hamm ab dem 26. April bereits Lockerungen umsetzen werden. Das ganze Land war da noch im Lockdown. Für die Lockerungen hatte die Stadt nach einer Bewerbung bereits grünes Licht vom Land bekommen. Neben Hamm waren 13 andere Kommunen ausgewählt worden - darunter Ahaus, die Kreise Coesfeld und Warendorf, Münster, Mönchengladbach, Paderborn und der Kreis Soest mit den Städten Lippstadt und Soest.

Quasi ab dem Zeitpunkt der Verkündung stiegen aber bekanntlich die Corona-Infektionszahlen in Hamm, bis die Stadt als einer der bundesweiten Hotspots verschrien war und Lockerungen erstmal in weite Ferne rückten. Trotzdem beteuerte Oberbürgermeister Marc Herter auch in dieser Phase, an dem Modellprojekt festhalten zu wollen. Es hieß, dass die Verwaltung weiter in Abstimmung mit dem Land erste Schritte für den Fall einer Inzidenz von unter 100 plane. Details wurden dazu bisher aber nie benannt.

Modellkommune Hamm: Außengastro, Sport und Kultur im Fokus

Mit „Reallabor Hamm. Mit Sicherheit öffnen.“ hatte die Stadt ihre Bewerbung überschrieben und unter anderem eine Öffnung der Außengastronomie sowie mehr Möglichkeiten für Sport und Kultur geplant. Nun - nach dem Aus des Projektes - wurde Herter erstmals konkret.

Neben der Öffnung der Außengastronomie mit Schnelltest und Termin sollte vor allem der Klassiksommer als Kulturveranstaltung im Innenraum durch die Teilnahme am Modellprojekt ermöglicht werden.

Badminton und Tischtennis: Sportvereine wollten mitmachen

Fitnessstudios sollten als kontaktarmer Sport wieder öffnen, im Vereinssport waren Lockerungen für Tischtennis- und Badminton-Vereine vorgesehen. „Von 14 angeschriebenen Vereinen wollten elf direkt mitmachen“, erklärte Herter. Das stimme ihn nun positiv, dass der Sportbetrieb nach den Lockerungen am Donnerstag wieder Fahrt aufnimmt.

Während der Zuschlag für das Modellprojekt von fast allen politischen Parteien beklatscht wurde, hatten die Grünen für solche Projekte im April nicht viel übrig.  „Das ist eine ziemliche Katastrophendiskussion“, hatte Karsten Weymann damals für die Ratsfraktion und als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses gesagt. „Wenn es nach uns gegangen wäre, hätte Hamm den Antrag gar nicht erst gestellt. Da haben wir eine andere Position als der Oberbürgermeister“, hieß es.

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