Statt Lippesee: Lippeaue soll Freizeitoase werden - Umfrage

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Direkt vor den Toren der Stadt Hamm befindet sich auf einem etwa drei Kilometer langen Abschnitt heute eine weitgehend sterile Auenlandschaft. Eine Renaturierung nach dem Vorbild der Life I- und II-Projekte in Höhe des Schlosses Oberwerries soll die Aufenthaltsqualität und den Freizeitwert erhöhen.

Hamm - Zehn Jahre, nachdem der Lippesee an einem Bürgerentscheid gescheitert ist, gibt es konkrete Pläne für die Entwicklung der seitdem brachliegenden Flächen der Lippeauen. Ziel sei es, die Auenlandschaft naturnah wiederherzustellen und als innenstadtnahen Freizeit- und Erlebensraum zu entwickeln.

Das sagten die Fraktionsvorsitzenden Dr. Richard Salomon (CDU) und Dennis Kocker (SPD). Die große Koalition von CDU und SPD haben am Montag einen gemeinsamen Antrag zur Entwicklung der brachliegenden Flächen der Lippeauen zwischen Münsterstraße und Fährstraße vorgelegt. Bis zum Wahljahr 2020 sollen Lippeaue und Kanalkante in der Hammer Innenstadt ein neues Gesicht erhalten. „Alles werden wir in fünf Jahren nicht umsetzen können. Aber bis dahin wird schon einiges sichtbar sein“, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

Das zur Innenstadt vorgelagerte Kanal-Ufer soll mit gastronomischen Angeboten ganz neu entwickelt werden. Die dort beheimateten vier Wassersportvereine sollen eng in die Planung einbezogen werden und an anderer Stelle ein neues Wassersportzentrum bekommen. „Die weiter östlich gelegenen Life-Projekte I und II in Höhe des Schlosses Oberwerries sind sehr gut angenommen, sowohl von Hammer Bürgern als auch von Gästen außerhalb“, sagte Salomon. 

Life III-Projekt zwischen der Fährstraße und der Münsterstraße 

Dieser „enorme Zuspruch“, eine naturnahe Auenlandschaft authentisch zu erleben, habe die große Koalition beflügelt, ein Life III-Projekt in dem westlich gelegenen Abschnitt zwischen der Fährstraße und der Münsterstraße ins Auge zu fassen. Mit dem Projekt ließen sich viele Ziele verwirklichen: Eine renaturierte Flussaue direkt vor den Toren der Stadt habe durch den hohen Freizeitwert eine große Anziehungskraft und könne zu einem Alleinstellungsmerkmal Hamms werden, sagte Salomon.

 

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Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann stellte klar, dass sowohl für Hamms älteste Schule, das direkt an der Kanalkante gelegene Gymnasium Hammonense, als auch für den weiter östlich am Kanal angrenzenden Kurpark (mit den Kurparkteichen) Bestandsschutz gebe. 

Die Stadt werde nun in einem ersten Schritt versuchen, Fördergelder für den Umbau der Lippeaue auf dem rund drei Kilometer langen Abschnitt zu bekommen. „Danach wird es sicher noch viele Diskussionen geben. Der Teufel steckt bekanntlich immer im Detail“, sagte der Verwaltungschef.

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