Polizei: "Die Beschilderung ist eindeutig"

Wildparker blockieren Feuerwehr: Mehr Kontrollen am Tierpark

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Eindeutige Beschilderung zwischen Kletter- und Tierpark.

Hamm - Die Parkplatzsituation am Tierpark ist ein Dauerthema. Mit der Behinderung eines Feuerwehreinsatzes im Kletterwald ist am vergangenen Sonntag ein Fall eingetreten, den sich eigentlich niemand ausmalen möchte.

Falsch parkende Autofahrer hatten die Versorgung eines Menschen gefährdet, schlimmstenfalls wäre die Rettung eines Menschenlebens nicht möglich gewesen. Die Situation endete glimpflich (hier klicken für unseren Bericht) - doch was gedenkt die Stadt, die um die Parkplatzmisere weiß und für den ruhenden Verkehr zuständig ist, künftig zu tun?

Nach dem Vorfall von Sonntag kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann an, die Kontrollen würden verstärkt. Als letzte aller Möglichkeiten sei auch ein Abschleppen nicht auszuschließen. Hunsteger machte deutlich, im Rathaus werde aktuell intensiv an einem ganzheitlichen Konzept für den Tierpark gearbeitet. Diese betreffe sowohl die Modernisierung des Parks an sich als auch die Stellplatzfrage. Das werde noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Vorwurf Untätigkeit - Parkplatzmangel am Tierpark

Zehn Autos waren es laut Polizei, die südlich des Kletterwaldes so abgestellt waren, dass die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen nur verzögert und durch umständliches Rangieren zum Einsatzort gelangen konnte. Die Brandschützer waren mit vier Großfahrzeugen, darunter eine Drehleiter, und zwei Rettungswagen angerückt.

Eindeutige Beschilderung missachtet

„Die Beschilderung ist eindeutig“, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel im Gespräch mit dem WA. Sie weise eine Feuerwehrzufahrt und Parkverbote aus. Polizeibeamte, die hinzugerufen worden waren, fertigten Ordnungswidrigkeitenanzeigen gegen die Wildparker.

Abgeschleppt wurde nicht. Auch ein Ausruf der betroffenen Kennzeichen im Tierpark mit der Aufforderung, die Wagen zu versetzen, erfolgte nicht. Eine Auflösung der kritischen Verkehrssituation fand also nicht statt. Das Kassenpersonal habe erst im Nachhinein von der Situation erfahren, sagte Tierpark-Chef Kay Hartwich. Polizei oder Feuerwehr hätten nicht um einen Ausruf über die Lautsprecheranlage gebeten.

Zuparken von Rettungswegen selten

Nach Rücksprache mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) sagte Stadtsprecher Lukas Huster, das Zuparken von Rettungswegen sei 2017 „kein großes Thema“ gewesen. Die Zahl der vom KOD verhängten Knöllchen bewege sich höchstens im einstelligen Bereich.

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