Verdichtung schwierig

Weiter Weg zum Lückenschluss: Parkplätze an der Neuen Bahnhofstraße sind in privater Hand

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Eine lückenlose Bebauung an der Neuen Bahnhofstraße gestaltet sich schwierig. Dort gibt es mehrere privat vermietete Parkplätze.

Hamm-Mitte – Mit der Bebauung der ehemaligen „Kipp’n in“-Fläche und der rückwärtigen Zeile an der Neuen Bahnhofstraße und dem Hotel-Neubau auf dem Ter Veen-Gelände kommt die Stadt dem Gestaltungsziel eines durchgängigen Gebäuderiegels an der Neuen Bahnhofstraße ein gutes Stück näher. Dennoch werden nach Umsetzung dieser Maßnahmen noch Lücken im Stadtbild klaffen. Ob überhaupt und wie schnell sie sich beseitigen lassen, ist im Moment unklar.

Um das Hotelprojekt realisieren zu können, hatte die Stadt zwei eigene Flurstücke an der Neuen Bahnhofstraße in die „Ehe“ mit dem Investor und Entwickler, der Dudoq Real Estate GmbH, eingebracht. Aktuell parken auf dem rund 430 Quadratmeter großen Grundstück Autos.

Autos parken auch auf dem benachbarten Flurstück mit der Nummer 855. Für einen geschlossenen Riegel in Richtung Hochbunker wäre das rund 270 Quadratmeter große Grundstück ein wichtiger Baustein gewesen, zu einem Verkauf und Einbezug in die Planungen kam es allerdings nicht.

„Es hat intensive Verhandlungen mit dem Eigentümer gegeben“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. „Dieser hat sich schließlich zurückgezogen. Es war eine Entscheidung des Eigentümers.“

Eigentümer: Es war kein Preispoker

Eigentümer ist Manuel Machado vom Fotofachhandel Machado in der Bahnhofstraße 9. Machado machte im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, er verstehe das städtebauliche Ziel des Lückenschlusses sehr gut. Der Einzelhändler, der 2014 die ehemalige Immobilie von Spielwaren Kaps gekauft hatte und dort aus der Ritterpassage kommend eingezogen war, unterstrich auch: „Es war keine Frage von Preispoker. Es hat auch keine Differenzen mit der Stadt gegeben.“

An ehemaligem Ter-Veen-Standort: Neues Hotel wird zu Hamms größter Herberge

Vielmehr sei es eine persönliche und auch zukunftsorientierte Entscheidung gewesen. Unter Abwägung der Vor- und Nachteile einer Veräußerung sei er letztlich zu dem Entschluss gekommen, die Fläche zu behalten. „Ist sie einmal weg, lässt sich das nicht mehr zurückdrehen“, so Machado.

Noch mehr Parkplätze müssten angekauft werden

Auch im weiteren Verlauf der Neuen Bahnhofstraße in Richtung Westen gibt es – noch weit größere – privat betriebene Parkplätze. Um einen geschlossenen Riegel zu erzielen, müssten sich auch hier Stadt und Eigentümer einig werden.

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