Am Rand des Hammer Rosenmontagszuges

Karnevals-Helfer offenbar vorsätzlich angefahren

+
Symbolbild

Hamm - Der 34-jährige Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD), der kurz vor Abfahrt des Rosenmontagszuges im Hammer Westen an der Lohauserholzstraße/Ecke Jupiterstraße von einem Pkw erfasst worden war, wurde möglicherweise vorsätzlich angefahren.

Das behauptet KOD-Chef Jörg Wiesemeier in einem Facebook-Eintrag. Der Unfallfahrer habe sich nicht an Anweisungen halten wollen und den Kollegen bewusst angefahren, heißt es in Wiesemeiers Post. Man werde auch das Rechtsamt mit dem Fall betrauen, sagte der Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes gegenüber dem WA. Er habe selbst mit dem Unfallopfer gesprochen, und dieses habe ihm erklärt, dass der Autofahrer direkt auf ihn zugehalten habe.

Polizei-Ermittlungen laufen

Die polizeilichen Ermittlungen in der Angelegenheit waren am Dienstag noch nicht abgeschlossen. Befragungen der Beteiligten standen noch aus, insofern waren die Fragen nach Schuld und eventuellem Vorsatz nicht geklärt.

Wie hier berichtet, war der KOD-Mitarbeiter gegen 13.15 Uhr an einer Straßensperre angefahren worden (siehe Google-Karte unten). Der 58-jährige Fahrer eines Citröen Berlingo hatte das Wohngebiet verlassen wollen, war aus seinem Auto gestiegen und hatte eine Absperrbake zur Seite geräumt. Dann war er wieder eingestiegen und losgefahren. Er hatten den 34-Jährigen erfasst und leicht verletzt.

Unmittelbar nach dem Unfall hatte die Polizei berichtet, der Mann sei „schwer verletzt“. Diese Angaben wurden wenige Stunden später korrigiert.

Augenzeugen-Berichte auf Facebook

Auf der WA-Facebookseite meldeten sich Augenzeugen zu Wort, die den mutmaßlichen Vorsatz des Autofahrers bestätigten. So dokumentierte ein Leser, dass der KOD-Mann mit seiner Aufforderung zum Wenden auf Ignoranz gestoßen sei, woraufhin sich der Autofahrer ins Auto gesetzt und „auf die Absperrung und den Mitarbeiter vom KOD zugefahren“ und ihn zwischen sich und dem Lkw „eingequetscht“ habe. Er sei danach umgefallen und bewusstlos geworden. „Der hat den regelrecht zur Seite geschoben...“, ergänzte eine Leserin, die ebenfalls vor Ort war.

Andere Leser kritisierten darüber hinaus die Verkehrssituation ganz grundsätzlich; „Es war ehrlich gesagt eine Katastrophe... Wir standen am Schwarzen Weg. Immer wieder fuhren Autos durch, einer war so dreist und fuhr an der Absperrung vorbei, und hatte keine Rücksicht auf die Kinder genommen die da waren...“´

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare