Foulspiel im Hammer Westen

Polizei bei Kreisliga-Kick: Fahne gegen Kehlkopf gedrückt?

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Symbolbild

Hamm - Nach einer Auseinandersetzung auf dem Fußballplatz am Sportzentrum West an der Straße Am Ebertpark hat die Polizei am Sonntag gegen vier Fußballspieler ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Auf dem Platz fand ein Meisterschaftsspiel der Kreisliga D zwischen dem TuS Germania Lohauserholz VI und dem SV Eintracht Heessen III statt. Gegen 16.30 Uhr entwickelte sich laut Polizeibericht auf dem Platz nach einem Foul eine Rangelei zwischen Spielern beider Mannschaften im Alter von 27 bis 36 Jahren. Hierbei kam es zu „wechselseitigen Körperverletzungen“, teilte die Polizei mit.

Die Wahrnehmung und Einschätzung des Geschehens durch die Beteiligten ging unterdessen weit auseinander. Während Schiedsrichter Hillrich Blank die Partie nach der Unterbrechung fortführen ließ und auch keinen Sonderbericht anfertigte (Kreisschiedsrichter-Obmann Torsten Perschke: „Er sagt, alles sei ganz normal gelaufen und er habe nichts mitbekommen.“), fühlten sich die Gäste sowohl körperlich als auch verbal massiv angegriffen und alarmierten die Polizei.

Der TuS-Spieletrainer habe einem SVE-Akteur unter anderem „den Stab der Fahne gegen den Kehlkopf gedrückt“, hieß es in einer Stellungnahme der Mannschaft. Zudem seien die Spieler geschlagen und getreten worden. Der Schiedsrichter sei „mit diesem Spiel und dem Verhalten von Lohauserholz total überfordert und eingeschüchtert“, gewesen, heißt es in der Erklärung weiter. Zudem werde der Staffelleiter über die Vorfälle informiert.

Der TuS-Vorsitzende Dirk Havers zeigte sich nach Abschluss der internen Recherche ratlos. „Wir sind völlig perplex“, sagte er. „Es gibt keinen Hinweis im Spielbericht. Und Hillrich Blank ist einer der ältesten und konsequentesten Schiedsrichter im Kreis. Selbst der Platzwart hat nichts Auffälliges mitbekommen.“

Das Spiel wurde nach einer Unterbrechung fortgeführt und endete übrigens mit 4:2 für die Gäste. - güna/han/WA

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