Infoveranstaltung im Juni geplant 

Aus Versehen: Verzögerungen beim Abriss und Neubau des B-tween

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Der Bau des B-Tween zwischen Allee-Center und Fußgängerzone verzögert sich.

Hamm – Als sportlich, aber machbar hatten die Investoren von Fokus Development beim Kauf der Ritterpassage Ende 2017 ihren Zeitplan für die Neubebauung mit dem „B-tween“ bezeichnet. Im Herbst 2020 sollte es demnach eröffnet werden. Der Abriss des Westflügels stände nach alten Plänen jetzt kurz bevor. Doch der Abriss und damit auch der Neubau werden sich nach hinten verschieben.

Ganz reibungsfrei ist auch die Planung mit den Altmietern nicht verlaufen. Einer der Schlüsselmieter im abzureißenden Westflügel, eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis, erhielt nach längerer Wartezeit erst jetzt den von Fokus unterzeichneten Mietvertrag für den neuen Standort im Ostflügel der Passage zurück. Ein Versehen im eigenen Haus, wie Fokus-Vorstandsvorsitzender Axel Funke im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. 

Der Umzug der Praxis, die zu den Mietern der ersten Generation in der Ritterpassage gehört, ist Voraussetzung für den Abriss des Westflügels. Aber von einem Tag auf den anderen wird die Praxis nicht umziehen können, wohl kaum zum 1. Juli, wie einmal anvisiert. Denn, so sagt Funke, in den neuen Räumen seien noch Umbauarbeiten erforderlich. Ansonsten, so versichert der Fokus-Chef, seien der Westflügel und die Mietverhältnisse geklärt. 

Suche nach Bodendenkmälern

Fokus lägen inzwischen Angebote von Fachunternehmen für die archäologischen Untersuchungen auf der zu überbauenden Fläche vor. Eine Vergabe sei noch nicht erfolgt, das habe aber für das Gesamtprojekt kaum Auswirkungen. Seitens der Stadt liegt eine Abrissgenehmigung zweier an die Passage angrenzender Schrottimmobilien vor. Auch darunter wird nach Bodendenkmälern gesucht. Prof. Dr. Michael Baales von der LWL-Archäologie als übergeordnete Behörde erklärte, es werde flächig gegraben, man befinde sich hier im Randbereich der alten Stadtbefestigung.

Schließung der Passage

Axel Funke von Fokus kündigte für die zweite Junihälfte eine Informationsveranstaltung für Anlieger und Akteure der Weststraße an. „Wir werden zeitnah mit den Anliegern sprechen“, versprach Funke. In solle das weitere Vorgehen vorgestellt werden. Zur Sprache kommen können dann Verkehrsflüsse während der Bauphase und auch eine Wegeführung für Fußgänger zwischen Weststraße und Allee-Center während der Schließung der Passage.

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Diese solle – ebenso wie der Parkplatz – so lange wie möglich offen gehalten werden, sagte Funke. Zuletzt war Funke noch davon ausgegangen, die Passage schließe im Verlauf des dritten Quartal, die Bagger könnten zeitgleich zur Expo-Messe Anfang Oktober mit dem Abriss des Westflügels beginnen. Nun scheint das sportlich. 

Nach wie vor ist ein Hotelbetrieb als einer der Pächter möglich. Parallel dazu verfolge man aber auch Büronutzungen in den Obergeschossen, so Funke. Kategorisch Ausgeschlossen sei aber Wohnen.

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