Hammer Gastro-Entscheidung soll zeitnah fallen

US-Schulbus? Westfalenmeister? Wer soll am Bahnhof Essen servieren?

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Eine von zwei Optionen: der Schulbus "Brigitte".

Hamm – Nach Monaten der Diskussion steht die Entscheidung über einen Imbiss vor dem Hammer Bahnhof bevor. Dabei spielt auch eine "alte Bekannte" eine Rolle.

Die Entscheidung, welches gastronomische Angebot auf dem Willy-Brandt-Platz vor den Hammer Bahnhof zu Zuge kommt, fällt Anfang der kommenden Woche. Die Verwaltung stellte jetzt im nichtöffentlichen Teil der Bezirksvertretung Mitte die verbliebenen zwei Konzepte vor, von denen eines den Zuschlag erhält.

Wird es „Der Westfalenmeister“ mit einem eigens dafür gebauten Verkaufswagen und je nach Tageszeit warmen und kalten westfälischen Speisen? Oder wird es ein amerikanischer Schulbus mit Brot- und Teigwaren, belegten Stullen und Kuchenangeboten? Werden es Bierzeltgarnituren und Stehtische im Westfalenlook oder feste Sitzplätze im Bus und Tische und Stühle davor? Auf diese beiden Konzepte ist es nach WA-Informationen in der mehrmonatigen Vorbereitungsphase hinausgelaufen.

Zentrale Vorgabe der Stadt

Beide Bewerber müssen sich mit ihren Angeboten den gleichen zentralen Vorgaben der Stadt stellen: Sowohl die Aufenthaltsqualität und -dauer auf dem Bahnhofvorplatz sollen gesteigert als auch das Gesamtbild spürbar verbessert werden.

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Beide Angebote funktionieren bis auf den Stromanschluss gewissermaßen autark. Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung geschehen an Bord ohne zusätzliche Leitungen. Die Toilettenfrage stellt sich nicht, weil beide Betriebe keinen Alkohol ausschenken. Damit muss kein WC vorgehalten werden.

Bei Bedarf überall einsetzbar

Beide sind mobil und können bei Bedarf bei Veranstaltungen versetzt werden. Schon frühzeitig hatte die Stadt erklärt, keine festen Einbauten vornehmen zu wollen. Aus Gründen der Tragfähigkeit des Tiefgaragendachs, der Statik und den immensen Kosten für eine Nachbesserung verschwanden schwergewichtige Ideen wie ein Imbiss/Café im Eisenbahnwaggon zwischenzeitlich wieder von der Liste der Möglichkeiten. In den verbliebenen Fällen muss die Stadt kaum eigenes Geld in die Hand nehmen.

Erforderlich ist formal nur die Erteilung einer Sondernutzung. Weil es nicht um bauliche Angelegenheiten geht, war in der Bezirksvertretung auch keine Abstimmung erforderlich.

Die möglichen Öffnungszeiten:

Dem Wunsch nach verlässlichen, möglichst ganztägigen Öffnungszeiten entsprechen beide Bewerber. Westfälisch würde es montags bis freitags von 6.30 bis 19.30 Uhr und samstags von 11 bis 19 Uhr zugehen. Der Bus hätte montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Weil der „Westfalenmeister“-Wagen noch gebaut werden muss, wäre das Angebot ab Mitte Juni verfügbar. Der Bus, der bereits vorhanden ist, könnte zum 1. Mai an den Start gehen.

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