Ein echter "Pulspunkt"

"AVH" eines von vier neuen Geschäften im Hammer Süden

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Das "AVH"-Team vor dem Ladenlokal gegenüber der Liebfrauenkirche. Das Kürzel steht für „Ankauf von Haushaltsauflösungen“.

Hamm-Süden - Es hat sich einiges getan in der Geschäftswelt im Hammer Süden: Gleich vier neue Geschäfte und Dienstleister sorgten zuletzt dafür, dass einige schon lange leerstehende Läden mit Leben gefüllt und damit die Gegend um die Liebfrauenkirche belebt wurde.

Neu ist Maik Siegmund. Er feiert am Montag, 9. April, die Eröffnung seines Geschäfts „AVH“ (Ankauf von Haushaltsauflösungen). Das Unternehmen an der Ecke Werler Straße und Ahornallee hat sich allem auf Dienstleistungen spezialisiert.

Neben dem Ankauf von Gegenständen aus Haushaltsauflösungen sowie Wert- und Sammlersachen übernimmt es Entrümpelungen und Renovierungsarbeiten. Zudem bietet das vierköpfige Team um Geschäftsinhaber Maik Siegmund ein Transport-Taxi an. Im Laden selbst stehen Waren aller Art zum Verkauf – von Möbeln über Dekorationsartikel bis hin zu Waschmaschinen und Spielzeug.

Seit Wochen zieht das Ladenlokal die Blicke von Passanten und Autofahrern auf sich. Bis zur Eröffnung dauerte es aber.

Maik Siegmund (links) trägt mit Rene Berger einen Tisch in das neue "AVH"-Geschäft.

„Wir haben die Räumlichkeiten gut sechs Monate lang saniert und renoviert“, erklärt Siegmund, dessen Unternehmen sich in den ehemaligen Räumen von „Foto Günnewig“ befindet. Nach dem Kraftakt und aufwändigen Arbeiten freut er sich, dass er seinen Laden eröffnen kann. Das Geschäft erstreckt sich über das Erdgeschoss sowie große Kellerräume, in denen die weitere Waren verkauft zu sehen sind.

Das Geschäft mit Haushaltsauflösungen und Entrümpelungen ist für den 46-Jährigen nicht neu. Seit elf Jahren ist er selbstständig und hatte vor einigen Jahren bereits mit einem Geschäftspartner ein ähnliches Ladenlokal im Hammer Süden, unweit seiner neuen Räume. „Der Markt im Bereich Haushaltsauflösungen ist groß“, glaubt der Unternehmer.

„Der Süden ist sehr attraktiv“

Warum er sich erneut den Süden als Standort ausgesucht hat? „Der Süden ist sehr attraktiv. Parkplätze sind vorhanden, es gibt renommierte Geschäfte hier, und Laufkundschaft ist auch da.“ Der Bereich um die Liebfrauenkirche zwischen Werler Straße, Alleestraße und Ahornallee sei zudem zentral und ein echter „Pulspunkt“ mit verschiedenen Geschäften, Dienstleistern, Restaurants und Imbissen.

Blick in den neuen Brautmodenladen an der Werler Straße.

Dass sich innerhalb weniger Monate vier neue Unternehmen hier niederließen – etwa ein Kiosk im ehemaligen „Blumen Henkelmann“, ein Brautmodengeschäft und eine Fahrschule –, findet auch die Stadt Hamm gut. „Die Beseitigung der vier angesprochenen Leerstände sind eine tolle Entwicklung, über die wir uns als Stadt sehr freuen“, erklärt ein Stadtsprecher.

„Aufwertung weiter nötig“

„Die ,südliche Innenstadt‘ ist nach wie vor ein attraktives Wohnviertel, wozu nicht zuletzt auch ein reizvoller Altbaubestand und die vorhandene Versorgungsstruktur beitragen“, erklärt ein Stadtsprecher im Hinblick auf die Frage, warum der Süden nun wieder vermehrt auch Geschäftsleute anzieht.

Dennoch habe es in der Vergangenheit auch negative Entwicklungen im Süden gegeben, bezüglich der Wohnqualität – etwa am Schillerplatz in Sachen Sauberkeit, Aufenthaltsqualität und Sicherheit – als auch im Hinblick auf eine Zunahme der gewerblichen Leerstände. Letzteres sei „maßgeblich durch standortunabhängige Faktoren wie den Online-Handel“ bedingt.

Die Entwicklung im Hammer Süden hat die Stadtverwaltung auf der Agenda. „Die Notwendigkeit von Impulsen zur Quartiersaufwertung ist von der Politik bereits länger erkannt: So legt der 2015 beschlossene ,Rahmenplan Innenstadt‘ auch einen besonderen Fokus auf die Südliche Innenstadt“, erklärt ein Stadtsprecher dazu.

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