Sexuelle Nötigung

Übergriff im Maximare: Polizei nimmt 17-Jährigen vorläufig fest

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Hamm - Erneuter Zwischenfall am Montag im Maximare. Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Afghanistan soll ein 13-jähriges Mädchen sexuell attackiert haben.

Es ist nach Polizeiangaben in diesem Jahr bereits das sechste Mal, dass die Polizei in der Freizeiteinrichtung Maximare Anzeigen gegen Flüchtlinge wegen sexuell motivierter Delikte aufnimmt. Die 13-Jährige tobte gemeinsam mit ihrer 14-jährigen Freundin aus Kamen auf der blauen Rutsche. Bei dieser Art von Rutsche sind die Rutschpassagen durch kleine Tauchbecken unterbrochen.

Haftrichter: kein Haftgrund; mutmaßlicher Täter entlassen

Was dann gegen 13.45 Uhr in einem dieser Becken passierte, beschreibt der Vater der 14-Jährigen gegenüber dem WA wie folgt: Der 17-Jährige hielt die 13-Jährige fest, versuchte sie zu küssen und berührte das Mädchen auch im Genitalbereich. So wurde es später auch der Polizei berichtet. Die 13-Jährige konnte sich losreißen und informierte kurz darauf die Schwimmmeister, die den 17-Jährigen festhielten und die Polizei riefen. 

Die Polizei bestätigte den Einsatz, Details zur Tat nannte sie aber nicht. Die Beamten befragten den mutmaßlichen Täter und das Opfer noch vor Ort im Maximare. Die Vorwürfe wurden von den Ermittlern als so stark eingestuft, dass sie den 17-jährigen Afghanen vorläufig festnahmen.

17-Jähriger vor Verfahren wegen sexueller Nötigung

Nach einer Nacht in Polizeigewahrsam beantragte der zuständige Staatsanwalt am Dienstag, 19. Juli, Untersuchungshaft für den 17-Jährigen, der in Hamm wohnhaft ist. 

Er wurde dem Haftrichter vorgeführt, der nach Auskunft von Polizeisprecher Christopher Grauwinkel allerdings keinen Haftgrund sah. Der 17-Jährige wurde entlassen, muss sich nun aber wohl einem Verfahren wegen sexueller Nötigung stellen. 

Die Ermittlungen dazu sind noch nicht abgeschlossen. Erst eine Woche zuvor, am 10. Juli, war ein ähnlicher Zwischenfall im Maximare bekannt geworden. Dabei soll ein 17-Jähriger aus Unna eine elfjährige Schülerin unsittlich berührt haben.

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