Testlauf für Jedermann

Klavier im Bahnhof gegen den Alltagsstress

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Hamm – Im Hammer Bahnhof geht ein Klavier in den Probebetrieb. Jeder soll es spielen dürfen, um in der Hektik einen Moment des Innehaltens zu ermöglichen oder schlicht die Wartezeit auf den Zug angenehmer zu machen.

Einen Sponsor hat Ideengeber Werner Reumke bereits gefunden, ob die Idee nach Wuppertaler Vorbild tatsächlich umsetzbar ist, soll nun in einem Probelauf geklärt werden. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins mit Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer.

Er sei für vieles offen, sagte Seelmeyer, man müsse die Menschen über die erwarteten Standards hinaus positiv überraschen. Doch es gebe auch verbindliche Vorgaben für Bahnhofsgebäude. Eine davon ist der Brandschutz. Alle festen oder auch temporären Ein- und Aufbauten müssten den Klassifizierungen des Brandschutzes entsprechen. „Die Brandschutzvorgaben gelten auch für ein Klavier. Nachts ist kein Personal im Bahnhof, und das Klavier wäre dann unbeaufsichtigt“, so Seelmeyer.

Der Hammer Bahnhof: Schauplatz für Freizeit-Pianisten?

Seelmeyer fürchtet, das Instrument könnte nur eine kurze Lebensdauer haben. In einem stündlich begrenzten Angebot während des normalen Betriebs sieht Seelmeyer weniger Probleme. Voraussetzung aber auch hier: „Das Spiel darf die Bahn-Mitarbeiter nicht in ihrer Arbeit stören oder Ansagen übertönen. Die Akustik in der Halle ist speziell. In Gefahrensituationen darf das Instrument nicht zu einer Behinderung werden.“

Ein Termin für den Probebetrieb ist nun in Abstimmung.

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