Mittwochs ist auf der Meile richtig was los

"Winepong": Studenten der HSHL feiern im Hammer "Pirates"

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Im "Pirates" wird gefeiert.

Hamm - Mittwochabends ist im "Pirates" auf der Hammer Südstraße die sprichwörtliche Hölle los. Denn dort tummeln sich bis zu 200 junge Leute, die tanzen, feiern und „Winepong“ spielen.

Dort wird das aus den USA stammende Trinkspiel als Turnier ausgetragen. Studenten der HSHL waren an den Betreiber Karsten Plaß herangetreten, um neue Angebote für die stetig wachsende Zahl an Studenten in Hamm zu schaffen. So findet seit September des vergangenen Jahres jeden Mittwoch ab 21 Uhr eine 180-Minuten-Party im Pirates statt, die vor allem Studenten der beiden Hammer Fachhochschulen ansprechen soll.

Das „Winepong“-Turnier am Mittwoch der vergangenen Woche fand in diesem Rahmen statt und traf auf eine große Resonanz. „Wenn die Studenten Ideen haben, setze ich das gerne mit ihnen um“, sagt Karsten Plaß und hofft, dass in der Szene mehr Kneipen auf den Zug aufspringen und den Studenten Möglichkeiten zum Ausgehen bieten. Wie wichtig das ist, weiß Till Nonhoff aus eigener Erfahrung. „Das Studium besteht nicht nur aus dem Fach, auch das Freizeitangebot ist wichtig“, sagt der gebürtige Münsteraner, der an der HSHL Sport- und Gesundheitstechnik studiert. Das war auch der Grund, warum er zusammen mit anderen Studenten aus seinem Studiengang sowie der Internationalen Wirtschaftspsychologie das „Winepong“-Turnier vorgeschlagen hatte. 

Weil es noch keine Fachschaften am Hammer Campus gebe, laufe die Organisation von solchen Aktionen bisher über freiwillig Engagierte. Während das Sportangebot in Hamm top sei, findet er die Ausgehmöglichkeiten in Hamm ausbaufähig. „Es befindet sich alles noch im Aufbau“, sagt Till Nonhoff mit Blick darauf, dass die Studis selbst etwas an dem Studentenleben in Hamm ändern möchten. Mit Karsten Plaß und dem Pirates hätten sie zwar jemanden gefunden, der gerne dazu bereit ist, doch möchte man auch die Stadtverwaltung einbeziehen. „Es ist eine Chance für Hamm. Wir würden uns mehr Kommunikation zwischen der Stadt und uns Studenten wünschen“, sagt Nonhoff und hofft darauf, dass sich dadurch die Freizeitmöglichkeiten für junge Leute in Hamm nachhaltig ändern – damit keiner mehr sagen kann, in Hamm sei nichts los.

Keine harten Spirituosen

 Spaß an der 180-Minuten-Party hat auch eine Clique der HSHL, die es sich an einem Tisch gemütlich gemacht hat und dort in Ruhe etwas trinkt, viel redet und noch mehr lacht. Die Party am Mittwoch finden sie gut, sagen die vier jungen Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. „Wir müssen morgen erst um 15 Uhr zur Fachhochschule, deshalb konnten wir heute Abend kommen“, sagt der 22-jährige Andy. Ein Problem sei dabei, dass viele Studenten der HSHL pendeln, sagt er. 

Weil die Zugverbindungen in die umliegenden Städte aber gerade in den späten Abendstunden rar seien, müsse man selbst wenn man erst am nächsten Tag nachmittags zur Uni muss, gut planen, wo man nach der Party am Mittwoch die Nacht verbringen kann. Dass es sich bei der 180-Minuten-Party um eine Studentenparty handelt, sieht man dabei nicht nur daran, dass es erst zu später Stunde richtig voll wird im Pirates. Auch beim Blick auf die Preisliste kann man das Publikum erkennen. So gibt es das Bier für 1 Euro statt 2,50 Euro, ein Steakbrötchen kostet 2,50 Euro statt der üblichen 3,80 Euro. 

Auf harte Spirituosen würde man bei den Partys bewusst verzichten. „Wir haben eine gewisse Verantwortung“, begründet Karsten Plaß. Für gute Laune bei den Studentenpartys sorgt neben dem gut aufgelegten Thekenpersonal auch DJ John Künnecke. „Die Leute tanzen gerne bei diesen Veranstaltungen“, sagt er, der sich beim Auflegen am Musikgeschmack der jungen Leute orientiert. Auch ihm selbst mache es Spaß, mittwochs an den Mischpulten zu stehen. „Ich unterhalte die Leute einfach gerne“, meint er und steht auch nach über 180 Minuten noch am DJ-Pult und sorgt damit für etwas mehr Studentenleben in der noch recht jungen Studentenstadt Hamm.

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