Spielzeug gegen Sex: Mann verführt Jungen am Bahnhof

Hamm/Dortmund - Mehrfach einschlägig vorbestraft ist ein 47 Jahre alter Mann, der nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines 13-Jährigen vor der Jugendschutzkammer des Dortmunder Landgerichts steht.

Der 47-Jährige soll sich mehrfach an dem Kind vergangen und mit ihm Geschlechtsverkehr gehabt haben. Die Staatsanwaltschaft schilderte die Übergriffe auf den Jungen.

Demnach soll der Angeklagte, vor seiner Festnahme wohnungslos, den 13-Jährigen wiederholt am Hammer Bahnhof angesprochen haben. Offenbar habe er das Kind überredet, ihm in eine Grünanlage am Oberlandesgericht und eine Toilette im „Kleist-Forum“ zu folgen. Hier kam es dann laut Anklage zu Oralverkehr oder Analverkehr mit dem Jungen. Im Gegenzug habe der Angeklagte dem Kind Spielzeug und insgesamt rund 100 Euro geschenkt.

Der mutmaßliche Sextäter hat bereits viele Jahre lang im Gefängnis gesessen und ist massiv einschlägig vorbestraft. Falls er verurteilt wird, droht ihm neben einer Haftstrafe auch die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung für allgemeingefährliche Wiederholungstäter. Geprüft werden muss in dem Prozess auch, ob der Angeklagte in eine geschlossene Entziehungsanstalt eingewiesen werden muss.

Sein Pflichtverteidiger Norbert Velser kündigte zum Ende des ersten Verhandlungstages an, dass sich sein Mandant am nächsten Prozesstag ausführlich zu den Anklagepunkten äußern werde.

Der Prozess wird am 22. März fortgesetzt.

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