Spätfolgen von Sturm Friederike

Stürmischer Angriff auf die grüne Lunge der Stadt

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Ein umgestürzter Baum hat im Friedrich-Ebert-Park das Uferbankett angehoben.

Hamm - Fast zehn Monate nach Sturm "Friederike" werden noch immer neue Schäden sichtbar - zum Beispiel im Friedrich-Ebert-Park, bedingt durch den derzeit niedrigen Wasserspiegel.

Der Friedrich-Ebert-Park gilt als „grüne Lunge“ des Hammer Westens. Nach dem Orkan „Friederike“ am 18. Januar mussten dort allerdings viele Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Den einen oder anderen Sturmschaden gibt es in der Parkanlage aber wohl immer noch.

An dem Bachlauf, der die beiden Teiche verbindet, hat das Wurzelwerk eines umgestürzter Baumes Teile des befestigten Uferbanketts hochgedrückt; der Schaden ist durch den niedrigen Wasserstand sichtbar geworden. Bei der Stadt lagen dazu keine Erkenntnisse vor. In den vergangenen zwei Wochen seien fünf Bäume wegen mangelnder Verkehrssicherheit gefällt worden, sagte ein Sprecher. Es habe sich dabei aber nicht um die Beseitigung von Sturmschäden gehandelt.

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte fordert derweil, den Park nach den Sturmschäden wieder aufzuforsten und die Wege besser zu befestigen. Die Stadt signalisiert in beiden Fällen Zustimmung, ohne sich allzu sehr festzulegen.

Sturmtief Friederike in Hamm

Ersatzpflanzungen würden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eingeplant, heißt es in einer Verwaltungsstellungnahme zum SPD-Antrag.

Der Friedrich-Ebert-Park sei Teil des Nord-Süd-Grünzuges und des Programmes „Soziale Stadt“, so die Verwaltung weiter. Deshalb sei das Wegesystem „auch Untersuchungs- und Planungsgegenstand“. Ebenso wollten die Planer sich mit dem Pflanz- und Begrünungskonzept sowie den Spiel- und Freizeitmöglichkeiten in diesem Bereich beschäftigen. Man wolle zum Jahresende einen Förderantrag für die weitere Qualifizierung einreichen.

Im vergangenen Jahr habe es im Rahmen des Modellprojekts „Quartier in Bewegung“ bereits intensiven Kontakt zu den Bürgern und zu Vereinen gegeben. Dabei sei es insbesondere um einen höheren Fußgänger- und Radfahreranteil im Verkehrsgeschehen des Stadtteils gegangen. Eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten der Landesministerien für Umwelt, Verkehr und Städtebau, des Landessportbundes, der Deutschen Sporthochschule sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen entwickle nun Ideen für konkrete Maßnahmen und wolle lokale Akteure dabei einbeziehen.

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