Barockes Bürgerhaus muss saniert werden

Wildpinkler und Salz lassen Haus Vorschulze zerbröseln

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Feuchtigkeit steigt auf, Putz blättert ab: Es reicht nicht, den Sockel von Haus Vorschulze zu streichen. Stattdessen muss der Putz vollständig entfernt und erneuert werden.

Hamm - Teile der Fassade des Hauses Vorschulze müssen erneuert werden. Der Putz am Sockel des denkmalgeschützten Hauses an der Südstraße platzt an vielen Stellen ab. Wildpinkler und Streusalz haben die Schäden laut Stadtverwaltung verursacht.

Das spätbarocke Bürgerhaus wurde im 18. Jahrhundert für den damaligen Bürgermeister und seine Frau gebaut.

Links und rechts der Freitreppe sind die Schäden nicht zu übersehen. Eigentlich sollte der Sockel nur einen neuen Anstrich erhalten, sagte ein Stadtsprecher. Im Verlauf der Arbeiten hätten sich aber starke Schäden am Sockelsanierputz gezeigt. Man stellte die Arbeit ein, um mit einem Fachberater für mineralische Beschichtungen zu erörtern, wie hier weiter vorzugehen ist.

Das Ergebnis: Der Sockelputz muss laut Stadtsprecher vollständig entfernt und neu gemacht werden. Im Anschluss wird er neu gestrichen. Wie teuer die Arbeiten werden, sei nicht bekannt.


Zerstört wurde der vorhandene Sanierputz durch Salzeinlagerungen, heißt es von dem Sprecher. Diese könnten nach Einschätzung der Stadt von Straßensalz und Wildpinklern herrühren. Die Fassade von Haus Vorschulze war 2009 bis 2011 grundsaniert worden. Schon damals hatte die Stadt in einer Verwaltungsvorlage darauf hingewiesen, dass durch aufsteigende Feuchtigkeit und Salzeinträge mit regelmäßigen Schäden zu rechnen sei.

Haus Vorschulze an der Südstraße 8 wurde 1744 für den Bürgermeister Gottfried Balthasar Rademacher und seine Frau Eva Catharina Retberg errichtet. Der Entwurf stammt vermutlich von dem Architekten Johann Michael Moser, der auch die Lutherkirche plante. Heute gehört das Gebäude der Stadt Hamm, die in den Räumen unter anderem Trauungen anbietet.

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