Serientäter gefasst?

Hammer Reifenstecher offenbar mit Fotofalle überführt

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Symbolfoto

Hamm-Westen - Wochenlang hat im Hammer Westen ein Reifenstecher für Frust und Ärger bei Autofahrern gesorgt. Doch dann schnappte die Fotofalle zu.

Wildkameras sind derzeit im Hammer Westen so etwas wie die Ultima Ratio, also das letzte Mittel. Die Wohnstraßen zwischen Viktoriaplatz und Bahnhofswestausgang gelten zwar nicht als Tummelplatz für exotisches Getier, doch seit hier seit Anfang März ein Reifenstecher sein Unwesen treibt, versuchen immer mehr Anlieger, mit Hilfe der rund um die Uhr aktiven Fotofallen weiteren Schaden von sich fernzuhalten.

So (zum Beispiel) sieht eine Wildkamera aus.

Denn Schäden, so klagen die Leute aus dem Hammer Westen, habe es bereits genug gegeben. Dutzende Reifensätze seien von dem ominösen Schlitzer schon zerstochen worden, einige unter ihnen seien ihm bereits fünf- oder sechsmal zum Opfer gefallen. Deshalb nun die Wildkameras, mittels derer man versuche, seinen Stellplatz im Blick zu behalten. Egal ob das nun datenschutztechnisch erlaubt ist oder nicht.

Mindestens einmal, soll der Stecher bereits bei einem seiner Streifzüge auf frischer Tat per Kamera erfasst worden sein. Auch die Polizei kenne die Bilder, bei dem Mann handele es sich um einen geistig verwirrten Täter, vor dem viele im Westen Angst hätten.

Polizei hält sich bedeckt

Symbolfoto

Die Polizei erklärte auf Anfrage, dass tatsächlich Bewegung in die Angelegenheit gekommen sei. „Wir haben in Zusammenhang mit der Reifenstecher-Serie einen Verdächtigen ermittelt“, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel. Bei der Staatsanwaltschaft sei die Unterbringung desjenigen beantragt worden. Ein Richter müsse darüber entscheiden, ob der Verdächtige beispielsweise in eine Forensik einzuliefern sei.

Unabhängig von einer nun offenbar zum Greifen nahen Aufklärung der Serie, bleibt für die Anlieger besonders ärgerlich, dass sie möglicherweise auf dem erlittenen Schaden sitzen bleiben. Die Polizei geht bei den ihr bekannten 44 Fällen von 10.000 Euro aus. „Meine Versicherung kommt jedenfalls nicht dafür auf“, sagt einer der Betroffenen gegenüber dem WA. Glasbruch oder angeknickte Spiegel seien in seiner Teilkasko als Vandalismusschäden anerkannt, nicht jedoch ein zerstochener Reifensatz.

Und ob direkt bei dem Täter etwas zu holen sei, stehe doch wohl ziemlich in den Sternen...

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