Zwei Autos beschädigt

Druckwelle schleudert Kanaldeckel auf Wilhelmstraße hoch

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Der Einsatz läuft auf der Wilhelmstraße in Höhe der Einmündung Marienstraße. Die Absperrungen sind weit vor der Einsatzstelle. 

[Update 16:32 Uhr] Hamm-Mitte - Große Aufregung, aber letztlich war es nur Luft: Eine Luftdruckwelle hat am Freitagmittag die Kanaldeckel auf der  Wilhelmstraße in die Höhe geschleudert. Zunächst konnte aber eine Gasexplosion nicht ausgeschlossen werden. Für die Dauer des Einsatzes blieb die Wilhelmstraße in Höhe Marienstraße für fast zwei Stunden gesperrt.

Polizei und Feuerwehr waren um kurz nach 12 Uhr alarmiert worden. Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einer Gasverpuffung in der Kanalisation aus. Später stellte sich heraus, dass aber ein geplatztes Luftdruckkissen im Kanal Ursache war. Es ist während der Arbeiten auf dem benachbarten WDI-Gelände eingebaut worden, damit gewisse Stoffe nicht ins Abwasser gelangen. Was das Kissen zum Platzen brachte, wurde nicht bekannt.  

Die Druckwelle schleuderte drei Kanaldeckel auf der Wilhelmstraße in die Höhe. Zu den Folgen gibt es unterschiedliche Aussagen. Nach Angaben der Polizei wurden dabei zwei geparkte Autos beschädigt. Bei dem einen Fahrzeug traf der Deckel den Tank, so dass sich Benzin - und nicht Diesel, wie es anfangs vor Ort hieß - über die Straße und den Fahrbahnrand ergoss. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 10.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt. 

Nach Angaben eines Zeugen, soll ein Kanaldeckel unter einem fahrenden Auto hochgeschleudert sein. Demnach soll die Fahrerin einen Schock erlitten haben. Aus dem beschädigten Tank sei Diesel auf die Straße geflossen. Diese Informationen waren anfangs auch dem WA übermittelt worden.

Mitarbeiter der Stadtwerke überprüften, ob Gas ausgetreten ist. Der Verdacht bestätigte sich aber nicht.

 

Mitarbeiter der Stadtwerke und Einsatzkräfte der Feuerwehr nahmen Gasmessungen vor. Explosives Gas stellten sie allerdings nicht fest. Schon früh wurde die Vermutung geäußert, dass das Ereignis im Zusammenhang mit dem Großbrand bei der WDI am Ostermontag stehen könnte.

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Eine Spezialfirma beseitigte den ausgelaufenen Kraftstoff und reinigte die Straße. Wegen der Sperrung kam es zu Verkehrsstörungen in der westlichen Innenstadt.

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