Offen für alle Anliegen: Hendrik Heine neuer Bezirksbeamter in Mitte

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Hendrik Heine bei der Arbeit im Bezirk.

Hamm - Mit rund vier Quadratkilometern Fläche fällt sein Bezirk zwar rein räumlich nicht sonderlich groß aus, doch es ist ein Bezirk, der es durchaus in sich hat. Seit Anfang April ist Hauptkommissar Hendrik Heine neuer Bezirksdienstbeamter für den Bereich Hamm-Mitte.

Er löst Hauptkommissar Michael Mehringskötter ab, der in Pension gegangen ist. Sein Büro in der Wache Mitte an der Hohe Straße teilt sich Heine mit Polizeioberkommissarin Frauke Sartori.

Es sei der Spaß an der Kommunikation und der Umgang mit Menschen, die für ihn den Reiz an der neuen Aufgabe ausmachten, sagt Heine. „Ich möchte mir Zeit für die Sorgen und Nöte der Menschen nehmen und werde stets ein offenes Ohr haben“, kündigt er an. Entsprechend viel will er zu Fuß im Quartier unterwegs sein. Theoretisch bis zu 80 Prozent seiner Zeit kann Heine an der frischen Luft verbringen – wenn dies die schriftliche Nachbereitung von Einsätzen und die Schreibtischarbeit zulassen.

Gelegenheit, den 43-Jährigen vor Ort zu treffen, haben interessierte Bürger unter anderem am kommenden Donnerstag, 26. April, wenn Polizei und Stadt gemeinsam den ersten Sicherheitsreport für das Bahnhofsviertel vorstellen.

Bahnhofsviertel von großem Anreiz

Genau dieses Quartier biete einen hohen Anreiz. Auch wenn die Zahlen hier keinen Hinweis auf einen Brennpunkt lieferten, wolle er doch dazu beitragen, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern. „Es lohnt sich, sich um das Viertel zu kümmern“, sagt er. Schließlich sei hier viel investiert worden und weiteres im Umbruch. Kümmern wird er sich nicht alleine: Die Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Stadt sei wichtig und hilfreich, sagt Heine.

Zu den weiteren Aufgaben des neuen „Dorfsheriffs“, wie er sich selbst einmal flapsig nennt, gehört unter anderem die Vollstreckung von Haftbefehlen („Das ist Tagesgeschäft“), Aufenthaltsermittlungen, Verkehrserziehung oder der Dienst bei Demos und Fußballspielen. Heine hofft, dass ihn die Bürger im Viertel ansprechen, um so ein Gespür für deren Belange zu bekommen. Eines macht er bei allem Gehör und aller Diplomatie aber auch unmissverständlich klar: „Es herrscht Strafverfolgungszwang. Dementsprechend werde ich klare Kante zeigen.“

Polizei verteilt ersten Sicherheitsreport an Bürger

Hendrik Heine trat 1996 in den Polizeidienst ein. Nach seiner Ausbildung im mittleren Dienst folgten bis 2004 Stationen in Köln (Flughafen, Inspektion Köln-Mülheim, Polizeigewahrsam). Nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Köln (gehobener Dienst) und einjähriger Tätigkeit in der Wache Deutz wechselte Heine 2007 nach Hamm. „Der Liebe wegen“, wie er sagt. Seitdem lebt er in Bockum. Bis 2014 war Heine in der Wache Mitte im Wach- und Wechseldienst tätig. Darauf folgten bis Ende März dieses Jahres vier Jahre im Führungs- und Lagedienst und der Führungsstelle der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz.

In seiner Freizeit widmet sich Heine Hobbys wie Haus und Garten. Auch reisen gehört dazu. Und so ganz lässt ihn Kriminalistisches auch dann nicht los – allerdings nur in Lektüreform oder als „Tatort“ im TV. Lieber Schauplatz Münster oder Dortmund? „Irgendwo in der Mitte“, sagt er. Und damit landet Heine wieder in Hamm.

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