Neues Taufbecken: Knietief eintauchen in St. Agnes

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So soll es aussehen: Das neue Becken in der St.-Agnes-Kirche soll Ganzkörpertaufen ermöglichen.

Hamm - Hamm bekommt bald eine Taufstelle, die eine Ganzkörpertaufe ermöglicht. Ist das Becken in der Agneskirche realisiert – voraussichtlich im Spätsommer –, wird es das einzige Becken seiner Art im Erzbistum Paderborn sein.

Die Gemeinde will das Projekt in gut zwei Wochen vorstellen. Als Vorlage diente ein Taufbecken in Bochum. Schon vor langer Zeit habe der Kirchenvorstand St. Agnes den Bau eines solchen Beckens beschlossen. Dazu hat es, so Pfarrer Bernd Mönkebüscher, einen Architektenwettbewerb gegeben, der die ganze Kirche auf das Sakrament der Taufe hin ausrichtet. 

Zusammen mit dem Erzbistum Paderborn soll die Taufstelle verwirklicht werden, „da sie als Ort der Taufe, der Taufbedeutung, aber auch als Ort, an dem bei Seelenämtern Urne oder Sarg stehen können, besondere Leuchtkraft für das ganze Bistum bekommt“, so Mönkebüscher. Geplant ist die Taufstelle im Chorraum der Kirche, so dass dieser eine neue Akzentuierung erhalte. 

Kniehoch im Wasser

Neben dem eingelassenen Betonbecken werden zwei halbrunde Bänke aufgestellt. Kniehoch wird man im Wasser stehen. Das Bistum, so Mönkebüscher, werde sich zu zwei Dritteln an den Kosten beteiligen. Als Vorbild zu der Idee diente das Taufbecken in der Kirche St. Maria Magdalena in Bochum-Höntrop. Dort gibt es solch ein Becken bereits seit mehr als 15 Jahren. 

Laut Mönkebüscher kommen Menschen aus einem Umkreis von 50 bis 60 Kilometern, um sich dort taufen zu lassen. Die Kirche in Bochum ist nach eigener Aussage seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sehr bemüht, den ursprünglichen Sinn der Taufe neu ins Bewusstsein zu heben. 

Ganzheitliche und sinnhafte Erfahrung

Die Ganzkörpertaufe sei bis zur Jahrtausendwende vorherrschende Praxis gewesen. Sie mache, so heißt es auf der Internetseite der Kirchengemeinde, das Sakrament der Taufe zu einer ganzheitlichen und sinnhaften Erfahrung. Das Bochumer Taufbecken ist achteckig – als Zeichen für die Vollendung des Menschen. 

Fast alle Kinder, die in St. Maria Magdalena das Sakrament der Taufe empfangen, werden ganz in das Wasser eingetaucht. Bei der Erwachsenen-Taufe steigen Priester und Taufbewerber in das Taufbecken hinab, um die Taufe durch Untertauchen und Auftauchen zu vollziehen. Das Taufbecken wird für jede Tauffeier mit frischem Wasser gefüllt, das zuvor auf circa 35 Grad Celsius erwärmt wurde. 

Informationsabend in St. Agnes

Der Informationsabend in der Agneskirche findet am Mittwoch, 22. Februar, um 19 Uhr statt. Erwartet werden der Leiter des Diözesanmuseums und Vorsitzende der Kunstkommission im Erzbistum, Professor Dr. Christoph Stiegemann, und der Pfarrer aus Bochum-Höntrop, der die Taufstelle dort betreut.

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