Gutachter untersucht bröselnde Fassade

Millionen-Murks an Musikschule: Gebäude bleibt Problemfall

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Die Musikschule ist eingerüstet. Repariert wird die Fassade aber noch nicht.

Hamm - Im Prozess um Bauschäden an der Musikschule ist der Gutachter tätig geworden. Das Bauwerk an der Kreuzung von Ostenallee und Nordring ist derzeit eingerüstet, damit die Schadstellen an der Fassade untersucht werden können. Es geht um Kosten von gut einer Million Euro.

Das 2012 eröffnete Gebäude gilt als Schmuckstück – wenn da nur nicht die Risse im Putz wären, die sich mittlerweile an allen vier Fassadenseiten zeigen. Im Norden und Westen sind sie besonders gut zu sehen. Die Baufirma kann man für die Mängel nicht mehr haftbar machen, sie ist längst insolvent. Also hat die Stadt ersatzweise das Stuttgarter Architekturbüro verklagt, das den Umbau des alten Musikschulgebäudes entworfen und vor Ort geleitet hatte.

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Das Verfahren läuft bereits seit 2015 am Dortmunder Landgericht. Im März war bekannt geworden, dass ein Gutachter tätig werden sollte. Erst, wenn dessen Expertise dem Gericht vorliegt und den Parteien, kann die Kammer eine Entscheidung fällen. Wann das sein wird, ist nach Gerichtsangaben nicht abschätzbar.

Sanierung der Fassadendämmung nicht möglich

Die Stadt hatte zwischenzeitlich selbst einen Gutachter bestellt, der den Sanierungsbedarf mit einer Million Euro bezifferte. Demzufolge ist eine Sanierung der Fassadendämmung nicht möglich, der Putz und das darunterliegende Wärmeverbundsystem müssten großflächig entfernt werden.

Damit kann aus Sicht der Stadt aber erst begonnen werden, wenn das Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Eine Gefahr geht von der Fassade nach Ansicht des eigenen Gutachters nicht aus.

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