Ein Traum aus Tüll und Spitze: Mehr Brautmode für Hamm

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Hamm - Ob Hochzeitsmessen oder TV-Serienformate: Der Markt rund um den vermeintlich schönsten Tag im Leben brummt. Jetzt gibt es ein neues Brautmodengeschäft auf der Werler Straße.

Wer zuschauen möchte, wie die Braut zum Kleid kommt, blockt sich montags bis freitags den 17-Uhr-Termin bei VOX für „Zwischen Tüll und Tränen“. Die Hoffnung, dort auch zu sehen zu sein, hegt Alexandra Schulze Kalthoff. 

Nicht als Braut, sondern als Inhaberin eines neuen Brautmodengeschäfts in Hamm. Zwei Monate lang hat die 24-Jährige ihr Ladenlokal an der Werler Straße 80 renoviert, dann eröffnete sie es Anfang März. Nun hat Romantik den Platz von Elektronik eingenommen, vorher gab es hier vor allem Handy-Zubehör. 

Verheiratet ist Schulze Kalthoff nicht. Dass ihre erste Selbstständigkeit in die Abteilung Brautmode führte, hat sie einer Freundin zu verdanken. Als diese sie mit auf Brautkleid-Suche nahm, war das Feuer entfacht. „Und irgendwann einmal selbstständig zu sein, war ohnehin ein Kindheitstraum von mir“, sagt Schulze Kalthoff.

Der Markt scheint groß genug

885 Standesamtliche Trauungen verzeichnete die Stadt Hamm im vergangenen Jahr, 32 mehr als im Jahr davor. „Die Zahlen bleiben über die Jahre im Wesentlichen unverändert“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. 

Ist es also eine mutige Entscheidung, angesichts mehrerer Mitbewerber ein weiteres Brautmodengeschäft in Hamm zu eröffnen? Nein, glaubt Schulze Kalthoff. Bei der Zahl der Trauungen sei der Markt noch immer groß genug für alle Anbieter. 

Opulente Kleider sind im Trend - auch beim Standesamt

„Außerdem geht der Trend auch beim Standesamt immer mehr zu opulent“, sagt die 24-Jährige. Eine Einschätzung, die der Stadtsprecher bestätigt. „Die Mitarbeiter gewinnen den Eindruck, dass Frauen ihren Partnern zunehmend in aufwendigeren Kleidern das Ja-Wort geben“, sagt Herberg. 

Die Hochzeit des Jahres findet im Mai statt!

Außerdem fährt Schulze Kalthoff ein zweigleisiges Modell: Sie ist Industriekauffrau und angehende Betriebswirtin, arbeitet für einen Energieversorger. Das werde auch so bleiben, sagt sie. Drei Tage pro Woche ist sie darüber hinaus in ihrem Laden anzutreffen und macht dort Termine. 

Präsentiert wird den Kunden keine eigene Kollektion, Schulze Kalthoff ist Vertragshändlerin einer deutschen Marke. Kleider gibt es in den Größen 32 bis 58. Kundinnen können sie vor Ort probieren oder über die Homepage des Herstellers auswählen. 

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