Verhandlungen zwischen Nahversorger und City-Galerie

Neuer Lebensmittelmarkt in der Hammer Innenstadt

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Hamm - Die behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt wird ein Nahversorger im Erdgeschoss der City-Galerie am Westentor und Westring einziehen.

Man befinde sich in abschließenden Gesprächen, sagt Günther Plattfaut, Prokurist von der Unternehmensgruppe Markus Gerold. Das Unternehmen hatte im vergangenen Frühjahr weite Teile der Galerie erworben. „Wir sind bei 99 Prozent“, sagte Plattfaut im Gespräch mit dem WA. Der Versorger wolle gerne an den Standort, und Gerold ist sich sicher, dass die Innenstadt einen solchen Anbieter gut vertragen kann. „Wir sind dabei, die Verträge zu erarbeiten“, so der Prokurist.

Einen Namen könne er vor Vertragsunterzeichnung noch nicht nennen. In der Vergangenheit war in Innenstadtkreisen wiederholt der Name „Netto“ gefallen - bestätigt wurde dies von der Gerold-Unternehmensgruppe bisher aber nicht.

Die Ansiedlung eines Nahversorgers würde gleichzeitig Vollvermietung für eine zentrale Immobilie bedeuten, die jahrelang vor sich hin dümpelte. Auf rund 1000 Quadratmeter beläuft sich die Fläche, die im Erdgeschoss für den Supermarkt zur Verfügung steht, rund 800 Quadratmeter davon wären laut Plattfaut reine Verkaufsfläche. Um eine zusammenhängende Fläche zu erhalten und die Kleinteiligkeit der Passage zu beenden, hatte der neue Eigentümer den verbliebenen Bestandsmietern zum Jahresende 2017 gekündigt. Sie haben in der Innenstadt inzwischen neue Ladenlokale gefunden.

Bevor es zu der Ansiedlung kommt, muss die Stadt allerdings noch grünes Licht geben. Vorgespräche habe es gegeben, so Plattfaut, nun gehe es ins Genehmigungsverfahren. Das sei für einen Nahversorger aufwendiger als beispielsweise für einen Textiler. Unter anderem gehe es um Kühl- und Klimaanlagen. Auch in Parkplatzfragen müsse Einigkeit mit der Stadt erzielt werden. An dem Komplex gibt es nur knapp 50 Stellplätze, die von Mitarbeitern genutzt werden.

Angebot zielt auch auf Pendler ab

In früheren Stellungnahmen hatte Plattfaut auf umliegende Parkmöglichkeiten verwiesen. Ebenso seien Innenstadtkonzepte von Nahversorgern nicht zwangsläufig auf die Erreichbarkeit mit dem Pkw ausgelegt. „Menschen, die in der Innenstadt leben, müssen sich auch versorgen“, so der Prokurist. Zudem sei davon auszugehen, dass viele Pendler am Westentor das Angebot nutzten.

In einem weiteren Schritt will der Eigentümer die Außenfassade und -werbung überarbeiten. Die gelte auch für den Turm zum Allee-Center hin. Teils sind dort noch alte Schilder angebracht.

Die Innenstadtentwicklung in Hamm sieht Plattfaut unter anderem mit der Entwicklung des Ritterquartiers und dem Umbau des Westentors auf einem guten Weg. Eine neu zugeschnittene und voll vermietete City-Galerie trage ebenfalls dazu bei.

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