Narrenfreiheit durch Personalproblem in Tiefgarage unterm Kino

Die Zustände in der Tiefgarage unterm Cinemaxx werden von vielen Nutzern beklagt.
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Die Zustände in der Tiefgarage unterm Cinemaxx werden von vielen Nutzern beklagt.

Unhaltbare Zustände, nicht zuletzt durch fehlendes Personal: In den kommenden Tagen soll vielleicht nicht alles, aber doch einiges besser werden im Parkhaus unter dem Cinemaxx an der Königstraße.

Hamm – Neben einer Grundreinigung, die am Donnerstag und Freitag (12./13. März) stattfinde, gebe es auch Bewerbungsgespräche für eine von insgesamt zwei Mitarbeiterstellen im Parkservice. Das kündigte Dominik Haferburg, Mitarbeiter im Leitungsteam von Goldbeck Parking Services GmbH, auf wiederholte Nachfrage unserer Zeitung an.

Haferburg räumte ein, eine Stelle in Hamm sei seit Ende 2019 aufgrund des Erreichens des Rentenalters nicht besetzt, ein zweiter Mitarbeiter habe dadurch angefallene Überstunden abgebaut. Zwischenzeitlich seien Kollegen aus Lippstadt nach Hamm entsandt worden, um dort jeden zweiten Tag sauber zu machen. Man sei bei 50 Prozent des regulären Ablaufs.

Dieser sehe eigentlich vor, dass Mitarbeiter montags bis sonntags (sonntags temporär) in einer Früh- und Spätschicht vor Ort sind. Der Dienst werde selbst nach Stundenkontingenten, aber auch nach besonderen Vorführungen im Kino eingeteilt, so Haferburg. Die „Mitarbeiter im Parkservice“ würden auch das Hausrecht gegenüber Personen ausüben, die hier nichts zu suchen hätten. Stattdessen prägen aktuell Schmutz, Drogengeschäfte und Übernachtungsgäste das Bild.

"Schwierige Situation“ ernstgenommen

Eine Unternehmenssprecherin ergänzte, man nehme die „schwierige Situation“ ernst. Es habe einige Gespräche mit verschiedenen Stellen gegeben, auch mit der Polizei. „Doch an dieser Stelle zeigt sich auch ein gesellschaftliches Problem, das wir als Parkhausbetreiber nicht lösen können“, so die Sprecherin. „Drogenkonsum und seine Begleiterscheinungen sind überall gegeben – er findet in allen größeren Städten Raum.“

Goldbeck habe Angebote für eine durchgehende Überwachung des Objekts eingeholt. „Wir mussten leider feststellen, dass die Kosten einen wirtschaftlichen Betrieb der Tiefgarage unmöglich machen würden“, so die Sprecherin.

Möglicherweise werde sich das Problem verlagern, wenn das Nachbargrundstück bebaut werde.

Problematisch ist die Situation auch in anderen Parkhäusern der Stadt, zum Beispiel an der Brüderstraße.

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