Mittelalterliche Funde

Im Video: Archäologen zeigen WA-Ausgrabungsstätte

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Hamm - Es ist die erste Ausgrabung seit mehr als 30 Jahren im Stadtgebiet. Die Archäologen haben am Verlagshaus des Westfälischen Anzeigers an der Königstraße einzigartige Funde gemacht. Diese lassen neue Rückschlüsse auf das mittelalterliche Leben in Hamm zu. Wir haben die Ausgrabungsstätte mit der Videokamera besucht.

Weil die Ausgrabungsstätte mit einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern schon zu den größeren Innenstadtausgrabungsstätten gehört, arbeitet ein größeres festes Archäologen-Team vor Ort. Im Video stellt es sich vor.

Seit 1985 gab es in Hamm keine archäologische Grabung mehr. Warum haben Archäologen Anfang Mai ausgerechnet auf dem ehemaligen WA-Parkplatz zu graben begonnen? Vermuteten sie hier Schätze aus der Vergangenheit? Diese Fragen beantwortet Dr. Eva Cichy. Die Archäologin erklärt auch, warum ihr Arbeitgeber, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), bei der Grabungsentscheidung eine wichtige Rolle spielt.

Bei der Ausgrabung fanden Archäologen Mauern aus dem Mittelalter, die wichtig für die Rekonstruktion der Stadtgeschichte sind. Was gefunden wurde und welche Bedeutung diese Funde haben, erklärt Archäologe Dr. Georg Eggenstein.

Was die Funde bedeuten, wie sie in die Hammer Stadtgeschichte einzuordnen sind, erklärt Bodendenkmalpfleger Günter Wiesendahl. Er weiß mehr über die Knabenschule und die Gebäude, die einst an der Königstraße standen.

Nicht nur historische Gebäude, auch alte Gefäße, Knochen und Zähne sind von den Archäologen an der Königsstraße ausgegraben worden. Aus welcher Zeit sie stammen und welche Bedeutung sie haben, erklärt Archäologin Dr. Eva Cichy.

Aber wie sah die Stadt Hamm eigentlich im Mittelalter aus? Wie lebten die Menschen damals. Das zeigt Dr. Eva Cichy.

Auf der Ausgrabungsstätte steht eine Frau mit Zeichenblock: Trotz Computern und modernster Fototechnik werden auf Ausgrabungen archäologische Zeichner gebraucht. Warum, dass erklärt Archäologin Marianne Moser.

Noch eine Kuriosität: Überall in der Ausgrabungsstätte liegen Kaffeebecherdeckel. Wozu die Archäologen diese brauchen, verrät Marianne Moser.

Hier ist die Ausgrabungsstätte: WA-Verlagshaus, Königstraße 39, 59065 Hamm.

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Geschichte haltbar gemacht: WA lässt einzigartiges Erdprofil konservieren (08.06.2016)

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